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Zusammenleben

Lebenswelten vernetzen

Die Stadt Rottenburg soll einen Integrationsbeirat bekommen.

12.10.2016
  • ing

Um Menschen mit Migrationshintergrund am kommunalen Geschehen zu beteiligen und ein friedliches Zusammenleben aller Einwohner zu fördern, will die Stadt Rottenburg einen Integrationsbeirat einrichten. Er soll den Gemeinde- und die Ortschaftsräte sowie die Stadtverwaltung beraten und die Belange der Menschen mit Migrationshintergrund vertreten.

Der Sozialausschuss des Gemeinderats stimmte der Geschäftsordnung des neuen Beirats vergangene Woche einstimmig zu; die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat in seiner Sitzung am kommenden Dienstag.

Der Beirat soll aus zehn Menschen mit Migrationshintergrund, drei Vertretern mit Sachkunde in integrationsrelevanten Themenfeldern, fünf Gemeinderäten sowie dem Oberbürgermeister als Vorsitzendem bestehen. Seine Einrichtung war Wunsch einer Initiativgruppe von etwa 20 Rottenburgern unterschiedlicher Herkunft, die sich beim Integrationsforum 2014 formierte. „Wir wünschen uns politische Teilhabe“, sagte Snezana Volodjko von der Initiativgruppe im Sozialausschuss, „unsere Lebenswelten sollen sichtbar werden“.

Zu den Zielen der Initiativgruppe gehört etwa die Vernetzung von Vereinen und Initiativen mit und ohne Migrationsgeschichte, die Sprachförderung, die Förderung der interkulturellen Kompetenz bei Lehrkräften und die bessere Integration in den Arbeitsmarkt. So sollen Potenziale wie Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz sichtbar gemacht werden.

Die Beiratsbewerber mit Migrationshintergrund müssen beim städtischen Integrationsbeauftragten einen Profilbogen abgeben und sich im Verwaltungsausschuss vorstellen. Dieser wählt dann die Mitglieder. Ziel ist eine gemischte Zusammensetzung etwa hinsichtlich Alter, Geschlecht, Herkunft, Kultur und Aufenthaltsdauer.

Zu den Pflichten der Integrationsbeiräten gehört die Teilnahme an den Sitzungen des Gremiums: „Bei dreimaligem Fehlen in einem Kalenderjahr kann ein Mitglied auf Beschluss des Integrationsbeirats mit einer Zweidrittel-Mehrheit aller Mitglieder sein Amt verlieren“, heißt es in der Geschäftsordnung. Diese scharfe Formulierung sei ausdrücklicher Wunsch der Vorbereitungsgruppe gewesen, so Birgit Reinke von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit: „Es geht darum, Leute zu gewinnen, die ernsthaft mitarbeiten und dabeibleiben.“

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12.10.2016, 01:00 Uhr

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