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36 von 281 Lehrlingen erhielten eine Auszeichnung

Lehrabschlussfeier im Freudenstädter Kurtheater: Handwerksgesellen haben gute berufliche Chancen

281 Auszubildende erhielten bei der Lehrabschlussfeier am vergangenen Freitag im Kurtheater ihre Gesellenbriefe. Den „Preis des Junghandwerks“ erhielt Maurer-Geselle Phillip Schaal mit praktischer Note 1,2.

11.10.2010
  • Petra Haubold

Freudenstadt. „Krise im Anzug – Retter im T-Shirt“, war auf den Hemden der Handwerker zu lesen: Mit dem neuen Selbstbewusstsein der Imagekampagne der Kreishandwerkerschaft begrüßte Kreishandwerksmeister Ralf Bohnet Junghandwerker, deren Familien, Ausbilder, Schulleiter und die Ehrengäste. Gekommen waren neben CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel und Bürgermeister Gerhard Link auch Joachim Eisert, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Reutlingen und Kreishandwerksmeisterin Roswitha Keppler aus Calw.

Bohnet ermutigte die Jung-Gesellen auf ihre fundierte Ausbildung aufzubauen: Vielseitigkeit des gelernten Berufes erfahren und Karrierechancen nutzen, denn viele Chancen gebe es nun für die Jugendlichen, machte Bohnet deutlich. „Sie gehören zu den 5 Millionen Profis in Deutschland, die das Handwerk stark machen.“ Gerade im Handwerk würde auch Integration gelebt, während in anderen Bereichen noch lange über Integrationsfragen diskutiert würde, so der Kreishandwerksmeister. Immer schwieriger sei es, künftig offene Lehrstellen zu besetzen und Schülerzahlen für Berufsschulklassen zu erreichen. Es gebe im Handwerk kaum noch Hilfskräfte ohne Ausbildung, die meisten Betriebe beschäftigten Facharbeiter oder Meister, weil es eben der Kunde und der Markt verlange, unterstrich Bohnet die Bedeutung „einer fundierten Ausbildung als existenzielle Grundlage“.

Dass nach dem Gesellenbrief der Meisterbrief ein wichtiger Schritt auf der weiteren Karriereleiter sei, bekräftigte auch Siegfried Dreger, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Über 1000 Handwerksbetriebe würden von der Handwerkerschaft im Landkreis betreut, derzeit gäbe es etwa 800 Auszubildende unter den 9000 Handwerkern in der Region.

Das Rahmenprogramm der Feier, wobei die Big Band des beruflichen Schulzentrums mit Evergreens begeisterte, wartete auch mit einem Glanzpunkt auf: Der bekannte Bauchredner Patrick Martin unterhielt mit Handpuppe „Rasputin“ vergnüglich die Gäste. Von den 281 Lehrlingen, welche die Lehrabschlussprüfung im 2010 bestanden haben, erhielten 36 eine Auszeichnung. Den mit 500 Euro dotierten „Preis des Junghandwerks“ für die beste praktische Note erhielt Maurergeselle Phillip Schaal vom Ausbildungsbetrieb Eugen Sieber in Horb, der die Traumnote 1,2 im praktischen Teil erreicht hat.

Geehrt mit einer Urkunde und einem Geschenk für sehr gute Leistungen wurden die Fachverkäuferinnen Diana Schuh (Eutingen), Juliana Wangler (Horb), Jasmin Faßnacht (Freudenstadt), die Bäcker Judith Heizmann (Freudenstadt) und Johann Scheldjaev (Schopfloch), die Konditoren Joachim Beck (Freudenstadt), Doreen Marko (Baiersbronn) und Tanja Pfeiffer (Freudenstadt), Fachverkäuferin Lena Müller (Glatten), der Fleischer Alexander Lutz (Baiersbronn), die Elektroniker Simon Höfler (Freudenstadt) und Jan Rosenfelder (Bad Rippoldsau-Schapbach), die Maurer Michael Sillak (Schopfloch), Christoph Kugler (Schopfloch) und Philip Schaal (Horb), Dachdecker Benjamin Geiger (Balingen), Schilder- und Lichtreklamehersteller Jens Günter (Baiersbronn), die Glaserinnen Annkatrin Nestle (Horb) und Janine Nestle (Horb), die Feinwerkmechaniker Conrad Engelhardt, Marius Hammer und Sascha Held (alle Pfalzgrafenweiler) sowie Ulrich Seid (Baiersbronn), die Anlagenmechaniker Alexander Hasenauer (Loßburg), Marco Heinzelmann (Freudenstadt) und Alexander Mohr (Baiersbronn), Tischler Sascha Heinzelmann (Sulz), die Zimmerer Alexander Frey (Pfalzgrafenweiler) und Clemens Ney (Loßburg) sowie die Kraftfahrzeugmechatroniker Michael Asbach (Loßburg), Stefan Burkhardt (Jettingen), Tolga Cetin (Ehningen), Jan Hammann (Nagold), Andreas Topolovec (Freudenstadt), Tobias Zei (Alpirsbach) und Kevin Zilla (Calw).

Die „Besten der Besten“ wurden zusätzlich von der Sparkassen- Stiftung zur Förderung der Jugend ausgezeichnet. Der Förderpreis für junge Handwerker ist mit 500 Euro dotiert und wird seit 1988 an die Innungsbesten vergeben. Um überdurchschnittlich qualifizierte Nachwuchskräfte bei der Finanzierung der berufsbezogenen Weiterbildung zu unterstützen, erhielten in diesem Jahr drei Gesellen den Sparkassen-Förderpreis, überreicht von Vorstandsvorsitzendem Uwe Braun. Er gratulierte Maurergeselle Michael Sillak bei der Firma Sturm und Müller in Schopfloch (Gesamtnote 1,5), Konditorgeselle Joachim Beck bei Cafe Müller Freudenstadt (1,5) und Zimmerergeselle Alexander Frey bei Hein Gall Holzbau in Pfalzgrafenweiler (1,4).

Lehrabschlussfeier im Freudenstädter Kurtheater: Handwerksgesellen haben gute berufliche Chancen
Die 36 Innungsbesten freuten sich über Auszeichnungen und Preise. Ganz links im Bild Joachim Eisert, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, und Kreishandwerksmeister Ralf Bohnet, ganz rechts Siegfried Dreger, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Bild: pez

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11.10.2010, 12:00 Uhr

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