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Originell und vielseitig

Leibnizpreis für den Historiker Friedrich Lenger

Der Sozialhistoriker Friedrich Lenger erhält den mit 2,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Lenger, der in Tübingen lebt, ist Professor an der Uni Gießen.

16.12.2014

Tübingen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft lobt den Preisträger als einen „der vielseitigsten Sozialhistoriker seiner Generation“. Die Forschungsschwerpunkte Lengers liegen im 19. und 20. Jahrhundert. Er hat sich intensiv mit der Arbeiterbewegung, der Stadt- und Urbanisationsgeschichte auseinandergesetzt. Im „Gebhardt-Handbuch der deutschen Geschichte“ einem Standardwerk der Lehre, hat Lenger den Band über „Industrielle Revolution und Nationalstaatsgründung“ verfasst.

Lenger, der in Tübingen lebt, hat an der Uni Gießen die Professur für Mittlere und Neuere Geschichte inne. Der 57-Jährige war bis Mitte der 90er Jahre wissenschaftlicher Angestellter und Hochschulassistent an der Tübinger Universität. Nach seiner Habilitation war er bis 1999 Professor für Neuere Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg. 1999 wurde er nach Gießen berufen. Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte führten ihn an das St. Anthonys College in Oxford und die Georgetown University in Washington/DC.

Lenger zeichne sich nicht nur durch eine außerordentliche Bandbreite seiner Forschung aus. Sein Werk verfüge über eine „hohe empirische Dichte, beeindruckende Literaturkenntnis, konzise Begrifflichkeit und die Fähigkeit zur originellen Zusammenschau“, so schreibt die DFG in einer Pressemitteilung. Lenger durchdringe immer wieder enorme Stoffmengen und stoße zu neuen Fragen vor. Dementsprechend vielfältig und konzise gleichermaßen sei sein neustes Großwerk einzuschätzen: eine Geschichte der europäischen Metropolen im 19. und 20. Jahrhundert.

Der Leibniz-Preis ist der höchstdotierte deutsche Wissenschaftspreis. Das Preisgeld soll von den Leibniz-Preisträgern innerhalb von sieben Jahren projektbezogen verwendet werden, unter anderem für die Nachwuchsförderung. an

Leibnizpreis für den Historiker Friedrich Lenger
Experte für die Geschichte der Arbeiter und der Metropolen: Friedrich Lenger Bild: privat

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16.12.2014, 12:00 Uhr

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