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Eine Waffel auf die Bestleistung

Leichtathletik: „Jugend trainiert für Olympia“ im Schönbuchstadion

Seit Dienstag treffen sich in Pliezhausen zum 43. Mal Schulen aus Tübingen und Reutlingen zum Leichtathletik-Kreisfinale. Gestern waren Realschulen und Gymnasien dran – mit „Mega-Motivation“.

02.07.2014

Pliezhausen. Zwei junge Mädchen kommen zur Wettkampfleitung auf die Tribüne des Schönbuchstadions. Sie wollen einen Staffelstab ausleihen – zu Trainingszwecken. Joachim Gommlich bewilligt und schiebtnach: „Aber da steht ’wieder zurückbringen‘ drauf.“ Dann lacht der Sportlehrer der Realschule Pliezhausen, der „Jugend trainiert für Olympia“ seit 1990 organisiert. Für die Kinder tut er alles. „Wenn ich sehe, mit welcher Begeisterung die hier dabei sind“, sagt Gommlich, „dann weiß ich, warum wir diesen Aufwand betreiben“. Seit dem Ende der Sommerferien plane er die diesjährige Ausgabe und „am Sonntag um 18.53 Uhr war ich fertig“.

Er hat hunderte Helfer zusammengerufen, die für über 1000 Jugendliche täglich sorgen. „Als Schule fahren wir ohne Ambitionen da hin“, betont Kurt Breckner, der seine Schüler vom Paul-Klee-Gymasium in Mössingen begleitet. Doch selbst Breckner erklärt den Seinen detailliert, wie bei der Staffel zu wechseln ist. „Die Schüler schauen natürlich schon auf ihre Erfolge“, sagt Breckner – aus diesem Grund wolle er ihnen zu Höchstleistungen verhelfen.

Auch Breckners Tochter Franka ist in Pliezhausen dabei – deshalb sei ihm die Weitsprungweite von 5,49 Meter durch die 15-jährige Lea-Madlen Fundel (BZN Gymnasium Reutlingen) aufgefallen. „In Württemberg wäre sie damit ganz vorne“, sagt deren Vater und Trainer Olaf Fundel. Für Fundel ist das Sportfest Training bei professionellen Bedingungen. Sie ist württembergische Hallenmeisterin im Hochsprung, bei dem sie wenige Stunden nach dem Weitsprung mit 1,65 Metern eine Saisonbestleistung aufstellt. Die Wettkämpferin selbst spricht von einer „Mega-Motivation“ sich den Mitschülern zeigen zu können – und isst danach erst einmal eine Waffel. „Das war viel heute“, sagt der Vater.

Ans Essen denkt Joachim Gommlich selten. Er schaut meist von der Tribüne auf die Wettkämpfe. Niklas Kretschmer (15) wirft zunächst den Speer starke 49,01 Meter weit und schleudert auch die 5-Kilo-Kugel auf 14,75 Meter. Dass Tübingens Nachwuchsbasketballer Jeferson Hiller im Hochsprung 1,80 Meter schafft, ist wenig überraschend, strapaziert aber die Nerven der Veranstalter. „Er hat lange gebraucht, das bringt den Zeitplan etwas durcheinander“, sagt Gommlich. Doch für gute Leistungen lohne sich jede Verzögerung, betont er. Und die beiden Mädels haben ihren Staffelstab übrigens auch wieder zurück gebracht. itz

Leichtathletik: „Jugend trainiert für Olympia“ im Schönbuchstadion
Hier setzt Annika Gründel vom Mössinger Firstwald Gymnasium beim Weitsprung zum Höhenflug an. Bild: Rippmann

Unter den Gymnasien war die Geschwister-Scholl-Schule am gestrigen Nachmittag in Pliezhausen siegreich und erhielt mit 38401 den Wanderpokal. Der ging bei den Realschülern an die Gustav-Mesmer-Schule (Münsingen/32830). Jan Hoffmann (Carlo-Schmid-Gym.) hatte mit 657 Punkten und 2:02,02 Minuten über 800 Meter die beste Einzelwertung.

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02.07.2014, 12:00 Uhr

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