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Dauerregen? Na und!

Leichtathletik: Jungfleisch meistert locker die EM-Qualifikation

Das war gestern ein souveräner EM-Auftritt von Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch: Bis 1,89 Meter nahm die Athletin der LAV Stadtwerke Tübingen alle Höhen im ersten Versuch und qualifizierte sich damit locker fürs Finale am Sonntag.

15.08.2014
  • bernhard schmidt

Zürich. Die LAV-Athletin konnte gestern im Züricher Letzigrund wirklich gar nichts aus der Ruhe bringen – nicht die niedrigen Temperaturen, nicht der anfangs niederprasselnde Regen, nicht die immer wieder vorbei laufenden Hindernisläuferinnen. Marie-Laurence Jungfleisch stieg bei strömenden Regen und bei 1,75 Meter ein und nahm von da an jede weitere Höhe im ersten Versuch. Auch über 1,80 Meter baute sie ein Haus, machte klar, dass sie an diesem Tag nichts aus dem Takt bringen kann.

Nach einigen kleinen Korrekturen ihres Trainers Tamas Kiss („Vorsicht, kein Side-Step, geh’ im Anlauf noch ein paar Zentimeter zurück!“) meisterte sie auch 1,85 Meter souverän. Mussten sich bis dahin die Hochspringerinnen nach dem Sprung auf die patschnasse Matte erst einmal mit dem Handtuch abtrocknen, kam nun die Sonne raus. Mit der strahlte die 23-Jährige um die Wette – spätestens als sie auch 1,89 Meter locker überquert hatte.

Das Feld hatte sich bis dahin schon so weit reduziert, dass die Latte nicht höher gelegt werden musste. Die Teilnehmerinnen fürs Hochsprung-Finale am Sonntag (Beginn 15.15 Uhr) waren ermittelt. Ohne Fehlversuche waren neben Jungfleisch nur noch die Spanierin Ruth Beitia und die Litauerin Airine Palsyte durchgekommen. Den stärksten Eindruck hinterließen die 1,91 Meter große Titelverteidigerin Beitia, die Jahresbeste Mariya Kutchina aus Russland und Kamila Licwinko (Polen).

„Sie muss sich qualifizieren – und das schafft sie auch“, hatte Tamas Kiss während des laufenden Wettkampfes dem ARD-Kommentator gesagt – und der Bundestrainer sollte recht behalten. Entsprechend gut gelaunt stand Jungfleisch danach den Reportern und dem DLV-Portal „leichtathletik.de“ Rede und Antwort. Die meisten Deutschen hätten die Qualifikation geschafft, da habe sie ja nicht nachstehen können.

Besonders stolz war sie darauf, dass sie den widrigen Wetterbedingungen so unbeirrt widerstanden hatte: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei Regen so gut springen kann.“ Doch Jungfleisch ist selbstkritisch genug, an den Versuchen noch einige Makel zu finden. „Im Anlauf habe ich manchmal die Innenlage verpasst oder war zu dicht am Ständer.“ Fürs Finale am Sonntag hat sie sich richtig was vorgenommen: „Da möchte ich auf jeden Fall besser sein als Platz 12.“ Und sendet ein Stoßgebet gen Himmel hinterher: „Hoffentlich wird das Wetter besser.“

Leichtathletik: Jungfleisch meistert locker die EM-Qualifikation
Wahrlich kein Vergnügen: Beim Züricher Dauerregen auf der nassen Matte landen. Trotzdem hatte Marie-Laurence Jungfleisch Grund zur Freude. Bild: Ulmer

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15.08.2014, 12:00 Uhr

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