Das ist Wye (Queer-Ikone Leyna Bloom). Bild: Edition Salzgeber




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22.10.2021

Von Dorothee Hermann

Zur Queeren Woche Tübingen lockt das Kino Arsenal mit vielfältigen filmischen Einblicken aus dem LGBTIQ*-Universum. Zur Eröffnung am Montag laufen drei Filme, darunter „Große Freiheit“ mit dem Ex-Tübinger Franz Rogowski. Er spielt Hans, der im Nachkriegsdeutschland immer wieder im Knast landet, weil er Männer liebt (Montag, 25. Oktober, 19 Uhr).

Die feministische Regieveteranin Monika Treut kehrt in „Genderation“ nach Kalifornien zurück, um ihre „Gendernauts“ von 1999 wieder zu treffen, Pionierinnen und Pioniere der Trans-Bewegung in San Francisco. Die meisten können sich die angesagte Metropole mittlerweile nicht mehr leisten.

Als deutsche Erstaufführung läuft die Dokumentation „When the Dawn Comes“ über den Bürgerrechtler Chi Chia-wei, geboren 1958, der sich als erster Schwuler in Taiwan outete (mit Stefan Braig vom Taiwan-Center der Uni Tübingen). „Matthias & Maxime“ des kanadischen Regietalents Xavier Dolan lässt sich als Einstimmung auf die Französischen Filmtage Anfang November genießen (mit Ariane Batou-To Van, Direktorin des Institut Culturel Franco-Allemand).

Mit ihren „Mumin“-Büchern wurde die finnische Autorin und Zeichnerin Tove Jansson weltbekannt. Das Biopic „Tove“ der
finnischen Regisseurin Zaida Bergroth schildert ihr aufregendes Leben jenseits von Geschlechterstereotypen.

Als „sexpositiv“ wird „Shiva Baby“ beschrieben: Die Studentin Danielle aus einer liberalen jüdischen Familie hat einen verheirateten Lover mit Kind. Als beide Welten überraschend aufeinandertreffen, kommt es zur Krise (in Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut).

Auch ein Wiedersehen mit dem Klassiker „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ ist möglich, mit dem Rosa von Praunheim 1971 für Aufsehen sorgte.

Im Drama „Port Authority“ sieht Paul (Fionn Whitehead) die junge Wye (Queer-Ikone Leyna Bloom) an einem New Yorker Busbahnhof tanzen und ist fasziniert. Als er realisiert, dass sie trans ist, geraten seine Vorstellungen von Identität und Geschlecht gründlich durcheinander. Nach dem Film ist eine Drag Queen Show angekündigt, danach Tanzen und Party (Kino Arsenal: 3G; Party: 2G).

Das Programm haben Hanna Szczepkowska und Leon Kemle zusammengestellt. Sie hoffen, dass das Queer Filmfest dazu einlädt, „mit Lebensfreude und Festivalfeeling die LGBTIQ*-Community (zu) feiern“.

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Erstellt:
22. Oktober 2021, 19:30 Uhr
Aktualisiert:
22. Oktober 2021, 19:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2021, 19:30 Uhr

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