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Kommentar Flughafen BER

Lieber Ende mit Schrecken

Endlich spricht es einmal einer aus: Mit dem BER wird das nichts mehr, auch wenn der derzeit gültige offizielle Eröffnungstermin Herbst 2020 – 14 Jahre nach dem ersten Spatenstich – noch ein Stück entfernt ist. Aber dass jemand tatsächlich einen Überblick hat, wie viele weitere Risiken in das Katastrophengebäude hineingebaut wurden, muss man angesichts aller bisherigen Erfahrungen bezweifeln.

19.03.2018
  • HAJO ZENKER

Berlin. Zudem ist der Flughafen heute schon nicht nur zu klein, sondern auch veraltet. Das belegen etwa jene Monitore, die ausgetauscht werden müssen.

Unterdessen stemmt das alte Schlachtross Berlin-Tegel schnaufend im Monat zum Teil Passagierzahlen, die bei der Eröffnung 1974 als Jahresleistung geplant waren. Auch Schönefeld-Alt hat den Billigflieger-Boom erstaunlich gut verkraftet. Flughäfen betreiben kann man in der Hauptstadtregion also. Nur bauen leider nicht. Dafür müssten Profis ran.

Dabei sollte tatsächlich gelten: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Also neu bauen. Am besten in Sperenberg, auf dem Gelände des einstigen russischen Militärflughafens – von Anfang an der bessere Standort, der jedoch der Berliner CDU zu weit im Brandenburgischen gelegen war. Aber dazu fehlt den Gesellschaftern Berlin, Brandenburg und dem Bund der Mumm. Lieber wird auf Kosten der Steuerzahler weitergewurschtelt. Sollen sich doch die Nachfolger im Amt mit dem sich ewig verzögernden BER herumärgern.

In einem aber kann man dem Lufthansa-Manager Thorsten Dirks widersprechen: Abreißen muss man das Terminal nicht. Man könnte daraus das Museum der gescheiterten Großprojekte machen. Davon gibt es ja genug in Deutschland.

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19.03.2018, 06:00 Uhr

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