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Line-Up fürs 20. „Rock am Fichtenwald“ am 7./8. September in Vöhringen steht / Vorverkauf
„Sacrety“ aus Sulz treten am Fichtenwald auf. Archiv-Bild: vov
Bäume werden zum Beben gebracht

Line-Up fürs 20. „Rock am Fichtenwald“ am 7./8. September in Vöhringen steht / Vorverkauf gestartet

„Heaven shall burn“, „Subway to Sally“, „H-Blockx“, „Exilia“ und „Contracrash“ sind die Top-Acts beim diesjährigen „Rock am Fichtenwald“. Außerdem stehen mit „Sacrety“ und „UnEcht“ zwei Bands aus der Region in Vöhringen auf der Bühne – und als Late-Night-Act ist wieder „Mambo Kurt“ dabei.

02.08.2012
  • cristina priotto

Vöhringen. Das Sound-Spektrum, mit dem die Veranstalter alle Musik-Fans zur 20. Auflage des Vöhringer Festivals am 7./8. September beschenken, könnte kaum vielfältiger sein: Crossover, Nu-Metal, Mittelalter-Folk und -Metal, Punk, Heavy Rock und Heimorgel-Sound sind dabei – das diesjährige Line-Up bietet somit für ganz unterschiedliche Geschmäcker etwas.

Für das Booking hat sich das Team vom Vöhringer Jugendclub „Fichtenwald“, der das kultige Festival von Beginn an ausrichtet, in den vergangenen Monaten ordentlich ins Zeug legen müssen – schließlich ist es schwierig, zum Ende der Festival-Saison noch Bands für einen Auftritt in Vöhringen zu bekommen. Gleichzeitig legen die Macher Wert darauf, dass neben nationalen und internationalen Top-Acts auch Gruppen aus der Region am Fichtenwald auftreten – deshalb sind „UnEcht“ und „Sacrety“ dabei.

Klein angefangen haben auch die Münsteraner Jungs von H-Blockx mal: Die vor 22 Jahren als Schulband gestartete Formation sorgte in den 1990er-Jahren mit Stücken wie „Move“ und „Risin‘ high“ dafür, dass vor den Festival-Bühnen der Republik niemand stillstand und erhielten für ihr Album „Time to move“ 1995 sogar die „Goldene Schallplatte“. Die Vorreiter des Crossover präsentieren am ersten Festivaltag, der mehr als Party-Abend gedacht ist, in Vöhringen Lieder aus ihrer brandneuen CD „HBLX“.

Alles andere als ein Püppchen ist Masha, die Sängerin von Exilia: Sie verwandelt die Auftritte der 1993 gegründeten Mailänder Nu-Metaller in unvergessliche Erlebnisse. Die Band steht ihrer Frontfrau mit der Dreadlocks-Mähne derweil in nichts nach und zündet ein Feuerwerk an aggressiven Riffs, wie auf ihrem dieses Jahr erschienenen Album „Decode“ zu hören ist.

Für das Line-Up setzen die Festival-Organisatoren erneut auf einen Mix aus lokalen, nationalen und internationalen Bands. Entsprechend dürfen als Auftakt in diesen explosiven Abend die Lokal-Matadoren von UnEcht die Bühne entern. Die jugendlichen Bandmitglieder stammen aus Sulz und Vöhringen und bringen bei ihren Proben in Fischingen regelmäßig das Dorf zum Beben. Ihren Stil bezeichnet die Band selbst augenzwinkernd als „Nissle-Core“ – und beweist damit, dass auch „Hardcore für Weicheier“ hörenswert ist.

Abgefahrene Klänge werden den ersten Festivaltag auch beschließen: Late-Night-Act Mambo Kurt verschont mit seiner Heimorgel nicht einmal „Rammstein“ – allerdings gecovert im Rhythmus von Mambo und Ska. Dass der Spaß-Musiker aus Nordrhein-Westfalen eigentlich promovierter Chirurg ist und auch sonst ein bewegtes Leben – unter anderem bei „Veronas Welt“ – hinter sich hat, glaubt niemand, der den selbsternannten Heimorgel-König mit seiner charakteristischen dunklen Sonnenbrille und den schrillen Klamotten im 1970er-Jahre-Style vor zwei Jahren am Fichtenwald schon einmal erlebt hat.

Nicht weniger abwechslungsreich wird der Samstag: Am zweiten Tag des Fichtenwald-Festivals sind als „Local heroes“ Sacrety mit von der Partie. Seit acht Jahren experimentieren die Jungs aus Sulz und Oberndorf mit New Metal, Hardcore und elektronischen Elementen und haben mit ihrem unverwechselbaren Stil inzwischen auch im Ausland viele Fans. „Shout for your glory“ heißt ihr aktuelles Album – mit dem das Quintett wieder einmal beweist, dass sich eine tiefergehende Botschaft, auch in einem musikalisch außergewöhnlichen Gewand, durchaus festivaltauglich rüberbringen lässt.

Dem Himmel verbunden ist, zumindest dem Namen nach, auch der Headliner Heaven shall burn. Allerdings legen die Thüringer Metal-Core-Spezialisten bei ihren Auftritten eher Wert darauf, dass die Hütte brennt. Von der Metal-Walze sollte sich das Publikum in Vöhringen aber nicht überrollen lassen, denn die Texte – sofern man sie trotz der brachialen Riffs versteht – verdienen es durchaus, gehört zu werden: Schließlich singen die Fünf gegen Rassismus an.

Um nach jedem Act möglichst andere Fans vor die Bühne im Festivalzelt zu locken, ist am 8. September auch für Anhänger von Mittelalter-Folk mit Metal-Einflüssen etwas geboten – denn Subway to Sally haben ihr Kommen zugesagt. Die einstige Schülerband ist nicht erst seit ihrem Sieg beim Bundesvision Song Contest 2008 mit dem Song „Auf Kiel“ bekannt. Gute Verkaufszahlen erzielte im vergangenen Jahr auch ihre CD „Schwarz in Schwarz“. Kurz vor ihrem Auftritt in Vöhringen ist die Formation übrigens beim „Summer Breeze“ -Festival in Dinkelsbühl zu hören, dem süddeutschen Pendant zum norddeutschen Wacken-Festival. Zum Markenzeichen der Potsdamer, die dieses Jahr bereits ihr 20-jähriges Bestehen feiern, gehören außergewöhnliche Instrumente wie Schalmei, Dudelsack oder Geyerleier.

Wer unter den Metal-Jüngern war, die erst unlängst beim Balinger „Bang your head“-Festival mitgefeiert haben, dem dürfte der Sound von Contracrash noch gut im Ohr sein. Alle anderen haben die Möglichkeit, die Heavy-Rocker aus Balingen im September am Fichtenwald zu erleben. Vor acht Jahren gegründet, hat die Gruppe bislang erst ihr Debütalbum „Goddamn Planet“ (2009) herausgebracht, doch die zweite CD ist schon so gut wie fertig. Live ist das Quartett aber sogar noch besser.

Der Vöhringer Jugendclub „Fichtenwald“ wird das Festival übrigens wieder mit eigenen Leuten stemmen – rund 200 Helfer werden wohl gebraucht. Mit im Boot sind auch der Musikverein, das DRK, die Feuerwehr und der Jugendclub Empfingen – somit bleibt die Organisation in lokalen Händen; lediglich das Sicherheits-Personal wird extern dazugekauft.

Pünktlich mit Bekanntgabe des Line-Ups beginnt jetzt auch der Ticket-Vorverkauf: Wie in den Vorjahren gibt es entweder ein Festivalticket, das an beiden Tagen gilt, oder Eintagestickets für Freitag oder Samstag (siehe Info).

Für alle, die von weiter her anreisen oder die Nacht auf dem Festivalgelände verbringen möchten, wird es auch wieder die Möglichkeit zum Campen geben: Ein Zeltplatz soll erstmals direkt unterhalb des Festzelts und des Lagerfeuerplatzes eingerichtet werden. Wer etwas feudaler mit dem Wohnmobil anreist, kann sein Gefährt auf dem Platz unterhalb des Jugendclubs auf einem abgetrennten Teil des Parkplatzes abstellen.

Info: www.rock-am-fichtenwald.de

Line-Up fürs 20. „Rock am Fichtenwald“ am 7./8. September in Vöhringen steht / Vorverkauf
Sie gehören derzeit zu den angesagtesten Vertretern des Metal-Core: „Heaven shall burn“. Am 8. September sind sie Headliner in Vöhringen.Privatbilder

Line-Up fürs 20. „Rock am Fichtenwald“ am 7./8. September in Vöhringen steht / Vorverkauf

Der Vorverkauf für „Rock am Fichtenwald“ hat begonnen. Festival-Gänger haben die Wahl zwischen dem Festivalticket (33 Euro) oder Eintagestickets für Freitag (18 Euro) oder Samstag (22 Euro).
Verkaufsstellen sind alle Geschäftsstellen der Kreissparkasse Rottweil, Kreissparkasse in Sulz, Kreissparkasse in Vöhringen, Reifen Trick in Vöhringen, Schreibwaren Rinker in Oberndorf und „Musikbox“ in Rottweil.

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02.08.2012, 12:00 Uhr

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