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Nach zehn Jahren gibt die Band am kommenden Samstag im Tübinger Schlachthaus ihr Abschiedskonzert

Lingua Loca: Ein Schlusspunkt mit Knall

Am Samstag wird Lingua Loca zum letzten Mal auf einer Bühne stehen. Die Plätze für das Abschlusskonzert im Schlachthof sind restlos ausverkauft, und die Band blickt auf eine erfolgreiche Zeit zurück.

24.12.2014

Tübingen. Elf Musiker auf einer Bühne. Ein gewaltiges Bild und eine strahlende Klangvielfalt offenbaren sich, wenn Bläser, Keyboard und Gitarren auf ein treibendes Gerüst aus Bass, Perkussion und Schlagzeug treffen, überlagert vom (Sprech-)Gesang der beiden Frontmänner Arian Bicaj alias Ari Chicago und Teee alias Tobias Karrer. Eine Live-Band, durch und durch. Hip-Hop mit Funk, Soul und Reggae verfeinert, sorgfältig durchdachte Arrangements mit Raum für Soli. Dafür stand Lingua Loca, die auf eine äußerst erfolgreiche Zeit zurückschauen können. Ob Ract!-Festival in Tübingen, Kurt-Festival in Reutlingen, Das Fest in Karlsruhe oder der Chiemsee Reggae Summer: Lange brauchte es nicht, bis auch der letzte Zuhörer vom Fieber und der Energie der Band mitgerissen wurde.

Aufhören wenn es am schönsten ist, fällt meist nicht leicht, misslingt oftmals, doch Lingua Loca scheinen den perfekten Zeitpunkt erwischt zu haben. Eine erfüllte Abschiedstour liegt hinter ihnen, und mit dem Konzert am Samstag wird eine Ära mit über 400 gespielten Konzerten und Touren durch ganz Europa stilvoll abgerundet. Es ist ein kein schleichendes Auseinandergehen, sondern ein Ende mit Ansage, ein Schlusspunkt mit Knall. Darauf können sie stolz sein.

Elf individuelle Lebenswege, unterschiedliche Berufe, Wohnorte und auch musikalische Entwicklungen. Eine logistische Meisterleistung, die vor allem auf dem Streben für das gemeinsame Projekt und der engen zwischenmenschlichen Verbundenheit der einzelnen Bandmitglieder miteinander beruhen zu scheint. Dass es mit der Musik zu Ende ist, bedeutet nicht, dass sich die Wege der Musiker nun trennen.

„Die Band hört auf, aber diese Menschen sind noch lange nicht aus deinem Leben draußen und werden es hoffentlich nie sein“, sagt Sänger Ari Bica. Einfach fiel die Entscheidung aufzuhören wahrlich nicht, und gerade bei den Abschlussproben merkt man der Gruppe an, dass unzählige Bilder, Emotionen und Erinnerungen mit der Zeit verknüpft sind. Melancholie liegt im Raum, aber nie sei man sich bei einer Entscheidung so einig gewesen als bei dieser, sagt Saxophonist Frederick Vogel. Neben einer Live-DVD – aufgenommen im Sudhaus – gab es vier weitere Alben. Dabei wurde stets unter dem von Tobias Karrer gegründeten Label Elf Entertainment veröffentlicht. Der ganz große Schritt zur Vollprofessionalität blieb aus.

„Vor zwei Jahren hätten wir diesen Schritt gehen können, aber das hieße, dass die Hälfte der Band durch Profis hätte ersetzt werden müssen. Demnach war es eine Entscheidung pro Freundschaft aus welcher wir ja letztlich auch entstanden sind und das war richtig“, sagt Karrer. Man kann dieser Band nur seinen Respekt zollen für beeindruckende zehn Jahre, und auch am Samstag werden Lingua Loca noch einmal alles geben und Songs spielen, die sie die seit vier Jahren nicht mehr präsentiert haben. Wegbegleiter der letzten Jahre werden zu Gast sein und zusammen mit dem Publikum den letzten Takt, den letzten Akkord mit verabschieden. Luis Keppler

Zehn Jahre Lingua Loca - Ein Abschied

Nach zehn Jahren spielt die Tübinger Band Lingua Loca am Samstag, 22 Uhr, ihr letztes Konzert im Tübinger Schlachthaus. In den vergangenen Jahren waren sie unter anderem in Deutschland, Frankreich, Österreich auf Tour und spielten über 400 Auftritte. Das zeitintensive Hobby nimmt nun ein Ende - und dazu wird es noch einmal richtig laut im Schlachthof in Tübingen.

© Video: Luis Keppler 04:17 min

Lingua Loca: Ein Schlusspunkt mit Knall
Segen ziemlich sportlich aus, die Jungs: Lingua Loca vor einigen Jahren auf einem Tübinger Parkdeck. Aktuelle sind das Arian Bicaj alias Ari Chicago (Gesang), Tobias Karrer alias Teee (Gesang), Emanuel Vogel (Schlagzeug), Valentin Link (Bass), Oliver Grob (Keys), Sebastian Zeeden (Gitarre), Benno Dahl (Gitarre), Philipp Butters (Percussion), Frederick Vogel (Saxophon), Martin Mangler (Posaune), Kai Beck (Technik) und Holger Putzhammer (Technik).Agenturbild

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24.12.2014, 12:00 Uhr

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