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Lkw rast in Menschenmenge
Einsatzfahrzeuge der Polizei und Krankenwagen stehen in der Einkaufstraße in Stockholm, durch die zuvor der Lkw gerast war. Foto: dpa
Terroralarm in Stockholm

Lkw rast in Menschenmenge

Mehrere Tote und viele Verletzte: Ein mutmaßliches Attentat im Zentrum der schwedischen Hauptstadt erschüttert Europa. Vieles spricht für einen Terrorakt.

08.04.2017
  • DPA

Stockholm. Terroralarm in Stockholm: Auf einer zentralen Einkaufsstraße in der schwedischen Hauptstadt ist ein Lastwagen in eine Menschenmenge und anschließend in ein Kaufhaus gerast. Nach vorläufigen Angaben wurden mindestens vier Menschen getötet, 15 verletzt. Wie der Chefarzt des Karolinska-Instituts am Abend mitteilte, starb ein Mann im Krankenhaus. Von den noch lebenden Opfern wurden 9 Menschen schwer verletzt, darunter auch ein Kind. Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven sagte dem schwedischen Fernsehen: „Schweden ist angegriffen worden.“

Die Ermittler gehen von einem Terroranschlag aus. Sie veröffentlichten Fahndungsbilder des mutmaßlichen Attentäters. Am Abend gab es die Festnahme eines Mannes, der von einer Überwachungskamera in der Nähe des Tatortes am Kaufhaus „Ahlens“ gefilmt worden war. Ob es sich um den Täter handelt und er Komplizen hatte, ließ die Polizei offen.

Der Lastwagen raste kurz vor 15 Uhr zunächst an der Kreuzung der beiden Einkaufsstraßen Drottninggatan und Kungsgatan in eine Menschenmenge. Anschließend habe er seine Fahrt fortgesetzt und sei in das Kaufhaus gerast. Reporter des schwedischen Fernsehsenders SVT berichteten von einem Brand auf der Einkaufsstraße und völligem Chaos.

Die schwedischen Sicherheitsbehörden riegelten wichtige Gebäude in der Innenstadt ab. Der Gebäudekomplex Rosenbad, Sitz der schwedischen Regierung, das Parlamentsgebäude und das Königsschloss wurden gesichert. Am Abend erklärte die Regierung, die Grenzkontrollen nach dem Anschlag zu verstärken.

Die Bundesregierung versicherte der schwedischen Bevölkerung ihre Solidarität. „Wir stehen zusammen gegen den Terror“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert. Unklar war zunächst, ob Deutsche unter den Opfern sind. dpa

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08.04.2017, 06:00 Uhr

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