Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Kommentar

Lob des Einser-Abis

Es ist schon gruselig, wie rückwärtsgewandt der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes argumentiert.

05.03.2018
  • THOMAS BLOCK

Von einer „Inflation der guten Noten“ spricht Heinz-Peter Meidinger und darüber, dass man herausragende Schüler nicht mehr erkennen könne. Man kann es auch umdrehen: Meidinger ärgert sich, dass so viele Schüler das Abitur schaffen und dabei auch noch gut abschneiden.

Was der Lehrerpräsident sich wünscht, ist die Rückkehr zu klaren Hierarchien. Hochbegabte Schüler sollen klar von mittelmäßig begabten unterscheidbar sein. Dabei hat die Bildungspolitik nach dem Pisa-Schock 2001 völlig zurecht und viel zu spät den Fokus auch auf diejenigen gelegt, die es schwer hatten, sich zu behaupten: auf sozial benachteiligte Kinder.

Die Pisa-Studie aus dem Jahr 2016 bescheinigt, dass es gelungen ist, den Anteil der Kinder aus bildungsfernen Familien zu steigern, die solide Kompetenzen im Lesen, in Mathe und Naturwissenschaften erwerben konnten. Ein schwereres Abitur würde wieder Kinder aus Akademikerfamilien bevorteilen, Kinder aus sozial schwachen Familien hätten das Nachsehen. Was für ein Rückschritt.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

05.03.2018, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball