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Lufthansa: Platzeck als Schlichter?

28.11.2015
  • DPA

Frankfurt. Der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck soll im Lufthansa-Tarifkonflikt mit dem Kabinenpersonal schlichten. Ufo-Chef Nicoley Baublies bestätigte einen "Spiegel"-Vorabbericht. Ein Lufthansa-Sprecher sagte: "Wir sind mit Herrn Platzeck im Gespräch und hoffen, ihn als Schlichter gewinnen zu können." Termine oder einen Fahrplan für eine Schlichtung gibt es noch nicht.

Mitte der Woche hatte sich die Konzernführung mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo darauf geeinigt, Fragen, die nur das Kabinenpersonal betreffen, im Rahmen einer Schlichtung zu klären. Ufo sagte deshalb den für den vergangenen Donnerstag und Freitag geplanten Streik ab.

Der SPD-Politiker Platzeck hatte im Sommer mit dem thüringischen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erfolgreich den Bahn-Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL geschlichtet.

Die Flugbegleiter hatten am 13. November einen einwöchigen Ausstand beendet, bei dem rund 4700 Flüge ausgefallen waren. Betroffen vom härtesten Streik in der Unternehmensgeschichte waren etwa 550 000 Passagiere. Zuvor hatten die Piloten der Lufthansa in bislang 13 Runden seit April 2014 die Arbeit niedergelegt. Bei beiden Berufsgruppen wird offiziell um Früh- und Betriebsrenten gestritten, die Lufthansa kürzen und in der Systematik umstellen will.

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28.11.2015, 08:30 Uhr

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