Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Tarifstreit

Lufthansa geht mit Piloten in Schlichtung

Anders als beim Mutterkonzern drohen bei der Billigtochter Eurowings Streiks.

17.12.2016
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt. . Die Lufthansa ist im Konflikt mit ihren Piloten vorangekommen. Am Freitag einigte sie sich mit der Vereinigung Cockpit (VC) auf eine Schlichtung im Streit um den Vergütungstarifvertrag. Bis Ende Januar soll diese abgeschlossen werden. Streiks der Piloten wird es bis dahin nicht geben.

Die Piloten fordern für die Jahre 2012 bis 2016 eine Erhöhung ihrer Gehälter um 22 Prozent, die Lufthansa bietet 4,4 Prozent und eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern an. Sechs Streiks seit Ende November hatten dem Unternehmen Einbußen von annähernd 100 Mio. EUR beschert.

Während bei Lufthansa Streiks zunächst vom Tisch sind, drohen der Billigtochter Eurowings allerdings erneut Ausstände der Flugbegleiter. Hier streiten sich die Gewerkschaften Verdi und Ufo um die Vertretung der Beschäftigten. Verdi hatte Anfang Dezember einen Abschluss mit Eurowings erzielt. Den hält Ufo für zu niedrig. Gemeinsame Gespräche sind am Donnerstagabend gescheitert. Jetzt müsse Ufo ihre Ziele mit „normalen“ gewerkschaftlichen Mitteln verfolgen, sagte Tarifvorstand Nicoley Baublies am Freitag.

Flugzeugdeal mit Etihad

An anderer Stelle hat die Lufthansa am Freitag überraschend mit einem ihrer schärfsten Konkurrenten vereinbart, zusammenzuarbeiten. Schon von Januar an bietet sie zusammen mit Etihad Airways, der staatlichen Airline des arabischen Emirats Abu Dhabi, erste Flüge von München und Frankfurt nach Abu Dhabi, Rio der Janeiro und Bogotá an. Fest steht außerdem, dass Lufthansa von Air Berlin, an der Etihad mit 29 Prozent beteiligt ist, 38 Flugzeuge mit Besatzungen least und sie für ihre Töchter Eurowings und Austrian Airlines für den Verkehr in Europa übernimmt. Die Vereinbarung soll ab Februar umgesetzt werden. Air Berlin erwartet Einnahmen von 200 Mio. EUR im Jahr.

„Wir können uns vorstellen, unsere Zusammenarbeit in der Zukunft auf andere Bereiche auszuweiten“, sagt Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Auch James Hogan, Präsident von Etihad, sieht die Vereinbarung als Beginn einer intensiveren Zusammenarbeit. Deutschland sei für Etihad ein wichtiger Schlüsselmarkt. „Die neue Beziehung zu Lufthansa ist der nächste Schritt in unserem Bekenntnis zum führenden europäischen Luftfahrtunternehmen“, lobt Hogan. Rolf Obertreis

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

17.12.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball