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Lufthansa
vor neuem Pilotenstreik
Die Lufthansa-Piloten wollen ihre Arbeit niederlegen. Foto: A3471/_Boris Roessler
Tarifpolitik

Lufthansa vor neuem Pilotenstreik

Die Verhandlungen über die Gehälter der 5400 Kapitäne und Co-Piloten sind gescheitert.

15.11.2016
  • DPA

Frankfurt. Kunden der Lufthansa müssen sich ab sofort auf Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) kündigte gestern Arbeitskampfmaßnahmen bei Lufthansa und der Frachtsparte Cargo an. Details würden jeweils 24 Stunden im Voraus mitgeteilt, die Billigtochter Germanwings soll vorerst nicht betroffen sein.

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte seit April 2014 insgesamt in 13 Runden streiken lassen. Man habe der Gewerkschaft am Montagmorgen schriftlich zwei konkrete Schlichter vorgeschlagen, erklärte ein Unternehmenssprecher, ohne Namen zu nennen. Er verwies auf die erfolgreiche Schlichtung für das Kabinenpersonal unter dem SPD-Politiker Matthias Platzeck. Doch zu einem solchen Verfahren kommt es nun nicht.

Die Sachlage in dem festgefahrenen Konflikt ist komplizierter denn je. Mit der Altersversorgung und den Übergangsrenten sind weitere zentrale Tarifthemen ungeklärt. Auch hatte die Gewerkschaft vergeblich in Sondierungen versucht, die Arbeitsbedingungen für Piloten bei der Billigtochter Eurowings in ihrem Sinne zu regeln. Lufthansa lehnt es ab, die dortigen Piloten nach dem teuren Lufthansa-Regelwerk zu beschäftigen. Ein isolierter Tarifabschluss allein zu den Gehältern wurde wegen der Gemengelage schon im Vorfeld als unwahrscheinlich angesehen.

Der alte Vergütungstarifvertrag für die Konzern-Piloten ist im Frühjahr 2012 ausgelaufen. Die VC hatte für die zwei Jahre Forderungen von 5,2 Prozent sowie 4,6 Prozent aufgestellt, die weiter bestehen, und wollte auch über die Folgejahre sprechen. Lufthansa hatte zuletzt im Rahmen einer Gesamtlösung 4,4 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern angeboten.

Zuletzt hatten die Lufthansa-Piloten im September 2015 die Arbeit niedergelegt. Das Landesarbeitsgericht Hessen hatte ihren Streik als unrechtmäßig gestoppt, weil mit der Eurowings-Frage tariffremde Streikziele verfolgt worden seien. dpa

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15.11.2016, 06:00 Uhr

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