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Richard Kehrer hat jahrelang nach Zeugnissen geforscht

Lustnauer Geschichtsverein präsentiert hunderte alter (Bild-)Dokumente

Lustnau. Jahrelang hat Richard Kehrer, der rührige Vorsitzende des Lustnauer Geschichtsvereins, mit einigen Mitstreitern nach Zeugnissen für „die Entwicklung des Handwerks und des Handels in Lustnau im 20. Jahrhundert“ geforscht. Mit sehr beachtlichem Erfolg.

10.03.2013

Die Ausbeute an Bildern, Textdokumenten und alten Geschichten war größer als erwartet.

Am Wochenende präsentieren die Hobby-Historiker nun der interessierten Öffentlichkeit, was sie in privaten Schatzkästlein, Fotoalben, Archiven und Firmenchroniken aufgestöbert haben – unter anderem weit über 400 Fotos, in die man sich am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in der Neuhaldenstraße vergucken und verlieben kann.

Um Lust auf das alte Lustnau zu machen, zeigen wir hier schon mal eine kleine Auswahl aus dem großen Fundus des Geschichtsvereins. Die erste Station unserer Zeitreise (links) mutet fast noch mittelalterlich an. So bäuerlich-bodenständig, wie sich der Wagner Christian Theurer (links im Bild) in den 1940er Jahren samt Familie, Verwandtschaft und Kuhgespann vor seinem Haus in der Kreuzstraße 22 für den Fotografen aufbaut, hätte sich wohl auch schon sein Urururgroßvater präsentiert. Das Bild ist typisch für das dörfliche Lustnau. Wie Theurer konnte kaum ein Handwerker allein von seinem Betrieb leben, ein bisschen Landwirtschaft gehörte fast immer dazu.

Das Foto darüber kündet (um 1930) von Lustnaus Aufbruch in die motorisierte Moderne. Es zeigt die Keimzelle des Autohauses Lindenschmid in der Nürtinger Straße 43, wo Eugen Lindenschmid 1924 ein Geschäft für Wasch- und Nähmaschinen sowie für Fahrräder und Anhänger eröffnete – und bald darauf zu einer Opel-Werkstatt samt Fünf-Sterne-Tanksäule für stolze Zwei- und Vierradfahrer ausbaute.

Wer sich in jener Zeit ablichten ließ, hatte meist einen triftigen Grund – wie Karl Henne (oben rechts) aus der Steinbößstraße, der sich im Arbeitsschurz mit Rußeimer und Besen in Szene setzte. Er hatte kurz zuvor als Häfner und Kachelofenbauer die Meisterprüfung abgelegt und sich selbstständig gemacht.

Das Bild links unten erlaubt (um 1936) einen Einblick in die offenkundig blitzblank geputzte Schlosserei von Georg Wulle (links) in der Daimlerstraße 18. Rechts unten posiert (wohl im Jahr 1938) der Milchhändler Wilhelm Schaal mit Familie und Framo-Dreirad in der Dorfstraße 56 – kurz bevor ihm das Gefährt von der mobilmachenden Wehrmacht abgenommen wurde. Darüber das jüngste Bild in dieser Auswahl: Es zeigt, dass 1956 ein Richtfest (in der Eduard-Haber-Straße 2) noch ein richtig großes Fest war.

sep / Privatbilder

Lustnauer Geschichtsverein präsentiert hunderte alter (Bild-)Dokumente

Lustnauer Geschichtsverein präsentiert hunderte alter (Bild-)Dokumente

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10.03.2013, 12:00 Uhr

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