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Silvesternacht

Machtlos gegen die große Zahl der Täter

Innenminister räumt vor Untersuchungsausschuss Defizite ein.

02.11.2016
  • JOHANNES NITSCHMANN

Düsseldorf. Bei den Massenübergriffen in der Silvesternacht musste die Bundespolizei mangels ausreichender Kräfte und Einsatztechnik offenkundig zahlreiche Straftäter laufen lassen. Angesichts der chaotischen Situation im Hauptbahnhof sei „ein konzentriertes Vorgehen“ zur Festnahme der Kriminellen nicht möglich gewesen, räumte Bundesinnenminister de Maizière vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) im Düsseldorfer Landtag ein. Die Gefahrenabwehr habe in der Silvesternacht Vorrang vor der Strafverfolgung gehabt. De Maizière bestätigte, dass das tatsächliche Ausmaß der Übergriffe erst nach dem 4. Januar schrittweise bekanntgeworden sei.

Der Bundespolizeipräsident hatte bestätigt, dass den 67 Bundespolizisten beim Einsatz in Köln die angeforderte Fluchtlichtanlage ebenso versagt worden sei wie die Videogerätschaften zur Beweissicherung. Wegen der damaligen Massen-Migration an der süddeutschen Grenze und „kräftezehrenden Parallel-Lagen“ hätten weder die erforderliche Einsatz-Technik noch mehr Personal für Köln zur Verfügung gestanden.

Inzwischen liegen mehr als 1200 Strafanzeigen vor, die Hälfte davon wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung. Tatverdächtig sind vor allem Männer aus dem nordafrikanischen Raum. Wegen der mangelhaften Beweissicherung konnte bisher erst 22 Angeklagten der Prozess gemacht werden. Elf weitere Verfahren laufen noch. jon

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02.11.2016, 06:00 Uhr

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