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Das Mittwochs-Interview

Mahir Savranlioglu über die perfekte Saison bei den Kickers

Als Fußball-Meister und Drittliga-Aufsteiger gastiert der SV Stuttgarter Kickers seit Sonntag zum Trainingslager auf dem Schliffkopf. Mit dabei ist der Rexinger Mittelfeldspieler Mahir Savranlioglu, der sich zum absoluten Leistungsträger entwickelt hat – und dem zum großen Glück nach einer an sich perfekten Saison eigentlich nur noch ein Pflichtspiel-Tor fehle, wie er im Interview mit der SÜDWEST PRESSE sagt.

04.07.2012
  • Gerd Braun

SÜDWEST PRESSE: Herr Savranlioglu, war es das perfekte Jahr für Sie und den Verein?

MAHIR SAVRANLIOGLU: Ja, das kann man so sagen. Für die Mannschaft und für mich persönlich war es wirklich ein perfektes Jahr. Besser konnte es nicht laufen. Wir sind aufgestiegen, das war einfach Erfolg pur.

War da irgendwann ein Knackpunkt, an dem klar war: Wir schaffen das mit dem Titelgewinn?

So einen konkreten Moment gab es eigentlich nicht. Wir waren uns einfach grundsätzlich recht sicher, dass wir das schaffen können, wenn wir unsere Leistung kontinuierlich anrufen.

Gab es Momente des Zweifelns im Team?

Nicht wirklich. Klar haben wir uns nach Niederlagen geärgert, das ist ja normal. Aber so richtige Krisen hatten wir zum Glück keine durchzustehen.

Ein Torerfolg in einem Pflichtspiel ist Ihnen allerdings versagt geblieben. Sie bleiben aber sicher auf der Jagd…

Ja, das stimmt, der Torerfolg hat noch gefehlt. Ich hoffe, dass mir möglichst bald mal ein Tor gelingt und damit der Knoten endlich platzt. Natürlich bleibe ich da auf der Jagd, und sicher wird das Tor bestimmt auch irgendwann mal gelingen.

Warum will es vor dem Tor einfach nicht klappen?

Eine schlüssige Erklärung kann ich dazu keine abgeben. Es ist einfach so. So etwas kann man einfach nicht so richtig erklären.

Ungeachtet dessen sind Sie zu einem echten Leistungsträger im Team geworden – was schon vor einem Jahr eine klar erkennbare Tendenz war. Was macht Sie so kontinuierlich stärker?

Meine größten Stärken in dieser Saison waren sicher meine Schnelligkeit und meine Zweikampfstärke. So etwas kommt, wenn man gut trainiert. Die Stärken entwickeln sich bei gutem Training einfach, weil wenn man Fähigkeiten wie Schnelligkeit, Technik oder Beweglichkeit erst dann richtig abrufen kann – und damit wächst dann auch das Selbstbewusstsein. Unser Trainer-Team hat nicht nur in der vergangenen Saison sehr gute Arbeit geleistet und mich dahin gebracht.

Sie wurden für Ihre Leistungen auch mit einem neuen Vertrag bis 2014 belohnt. Fiel Ihnen die Entscheidung für die weitere Bindung an die Kickers schwer?

Nein. Es war eine logische Folge, meinen Vertrag bei den Kickers zu verlängern. Ich habe ja schon im Januar unterschrieben, als das mit der Meisterschaft noch gar nicht klar war. Ich fühle mich in dem Verein einfach wohl, für mich war es eine klare Sache, dass ich hier verlängere. Dass wir dann noch Meister geworden sind, hat diese Entscheidung am Ende natürlich noch gekrönt.

In Thorben Stadler (Karlsruher SC) und Tobias Rühle (1. FC Heidenheim) haben die Stuttgarter Kickers nun aber auch zwei weitere Spieler für Ihre, die linke Seite verpflichtet. Löst das bei Ihnen eher Unbehagen oder eher Ansporn aus?

Unbehagen sicher nicht. Das ist einfach ein Konkurrenzkampf, der im Profigeschäft dazu gehört. Ich nehme diesen Konkurrenzkampf gerne an und gebe natürlich mein Bestes, um am Ende der Vorbereitung zu den ersten Elf zu gehören.

Wird der Aufwand für die dritte Liga nun noch einmal ansteigen oder hält sich das in etwa die Waage mit den vorigen Jahren?

Wir haben jetzt eben längere Fahrten zu unseren Auswärtsspielen. Wenn ich da zum Beispiel an Hansa Rostock denke – dorthin sind wir sicher zehn Stunden lang unterwegs. Was das Training und die weitere Vorbereitung betrifft, bleibt der Aufwand aber in etwa gleich wie in den vergangenen Jahren.

Leben Sie noch in Rexingen oder haben Sie inzwischen doch eine Wohnung in Stuttgart gesucht?

Ich wohne immer noch in Rexingen. Ich habe zwar schon öfter darüber nachgedacht, mich nach einer Wohnung im Raum Stuttgart umzuschauen, aber für mich war es immer auch wichtig, in der Nähe meiner Freunde und meiner Familie zu sein. Von daher wird sich an meinem Wohnort auch in den nächsten zwei Jahren wohl nichts ändern.

Was werden neben den längeren Reisewegen und dem höheren Tempo auf dem Platz die größten Herausforderungen in der dritten Liga werden?

Wenn man sich mal die Gegner anschaut, dann ist klar, dass wir es in der neuen Saison nochmal mit ganz anderen Kalibern zu tun haben werden. Gleich im ersten Spiel treffen wir ja auf den Zweitliga-Absteiger Rostock. Da wird man dann schnell sehen, was uns in der neuen Liga so alles erwartet. Auch andere Mannschaften wie etwa der Karlsruher SC haben haben absolut Zweitliga-Format. Da müssen wir uns einfach als Team zeigen, denn sonst werden wir es sicher ganz schwer haben. Das wichtigste für unseren Erfolg wird ganz klar das sportliche Auftreten als Team sein.

Im WFV-Pokal haben die Kickers Freilos in Runde eins und träfen der zweiten Runde entweder auf den SV Zimmern oder die SpVgg Freudenstadt. Welcher der beiden Vereine wäre Ihr Wunschgegner?

Na, das ist ja klar, dass ich da lieber gegen Freudenstadt spielen würde. Für die Freudenstädter als Verein wäre es auch schön, wenn es dazu käme, dass sie gegen uns als Drittligist spielen dürften. Ich komme ja hier aus der Ecke, und da würde ich es dem Verein auch aus finanzieller Sicht gönnen, da zu einem solchen Spiel sicherlich auch einige Zuschauer kommen würden.

Mahir Savranlioglu über die perfekte Saison bei den Kickers
Ein leistungsträger bei den Stuttgarter Kickers: der Rexinger Mittelfeldspieler Mahir Savranlioglu.

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04.07.2012, 12:00 Uhr

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