Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Stuttgart

Mahnungen zur Besonnenheit im Umgang mit US-Strafzöllen

Mit Blick auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle warnen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) und Wirtschaftsministerium vor einem Hochschaukeln des Konflikts.

09.03.2018

Von dpa/lsw

Der Präsident des BWIHK, Wolfgang Grenke. Foto: Marijan Murat/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. «Ich kann unsere Politik nur zur Besonnenheit und zum Dialog aufrufen, bevor wir endgültig in einer verheerenden Spirale zwischen Maßnahme und Gegenmaßnahme landen», mahnte BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke am Freitag. «Das wäre fatal für die global vernetzte Wirtschaft in Baden-Württemberg.»

Trump hatte Schutzzölle auf eingeführte Stahl- und Aluminiumprodukte verhängt. Die EU erwägt nun Gegenmaßnahmen.

Vor einer Spirale aus gegenseitig verhängten Strafzöllen warnte auch Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Zunächst werde Baden-Württemberg wohl nicht so stark betroffen sein. Allerdings habe Trump ja bereits in Aussicht gestellt, auf EU-Aktionen wiederum mit der Einführung von Strafzöllen auf Autos zu reagieren. «Das würde uns in der Tat schwer treffen. Denn gut ein Viertel aller deutschen Exporte in die USA kommt aus Baden-Württemberg», sagte die Ministerin.

BWIHK-Präsident Grenke betonte, dass immerhin eine Verhandlungsklausel vorgesehen sei. Handelskriege führten letztlich fast immer zu mehr Verlust als Gewinn, sagte er. Die USA müssten darauf achten, am Ende nicht isoliert im Welthandelsgeschehen dazustehen. «Abschottung ist kein tragfähiges wirtschaftspolitisches Konzept», sagte die Ministerin.

Der Präsident des BWIHK, Wolfgang Grenke. Foto: Marijan Murat/Archiv dpa/lsw

Zum Artikel

Erstellt:
9. März 2018, 13:38 Uhr
Aktualisiert:
9. März 2018, 15:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. März 2018, 15:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen