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Manche Veränderungen im Umfeld der Einsätze schaffen Probleme, sagt Staatssekretär Jäger
Seit Oktober 2016 Staatssekretär: Martin Jäger. Foto: Innenministerium
„Die Menschen wählen viel schneller 112“

Manche Veränderungen im Umfeld der Einsätze schaffen Probleme, sagt Staatssekretär Jäger

Martin Jäger hält die Notversorgung im Südwesten für „sehr gut“. Der Staatssekretär im Innenministerium sieht aber auch Verbesserungsbedarf.

12.03.2018
  • Jens Schmitz

Herr Staatssekretär Jäger, wenn man Teile der Opposition und manche Medienberichte hört, könnte man glauben, der Notdienst komme ständig zu spät.

Marin Jäger: Die Menschen hier in Baden-Württemberg haben eine erstklassige rettungsdienstliche Versorgung. Die Notfallversorgung funktioniert bei uns sehr gut. Aber wir müssen uns mit Dingen auseinandersetzen, die sich vor allem im Umfeld abspielen, und dafür sorgen, dass der Rettungsdienst auch in Zukunft so schlagkräftig bleibt. Da haben wir Verbesserungsbedarf.

Was für Veränderungen im Umfeld meinen Sie?

Die Menschen wählen heutzutage sehr viel schneller die 112 als früher. In einer Welt, wo man sich die Pizza und das Buch an die Wohnungstür bestellt, bestellt man sich offensichtlich heutzutage auch gern einfach den Arzt nach Hause, und wenn es der Notarzt ist. Es geht da aber natürlich auch um die Krankenhaus- und Ärztelandschaft. Wenn Krankenhäuser geschlossen werden oder es schwieriger ist, Arzttermine zu bekommen, dann ist es für viele eine Verlockung, diese Wege abzukürzen per Notruf. Und dann gibt es Themen im Umfeld des Rettungsdienstes, die an Bedeutung gewonnen haben, zum Beispiel den Krankentransport. Es muss uns gelingen, die Notfallrettung und den Krankentransport besser voneinander zu trennen. Der Krankentransport ist eine Aufgabe, die nach eigenen Regeln und auch mit eigenen Fahrzeugen erledigt werden muss.

Der Koalitionsvertrag sieht vor, die Leitstellenlandschaft zu prüfen. Was ist da angedacht?

Wir brauchen eine landeseinheitlich gestaltete und bereichsübergreifend funktionierende Leitstellenstruktur. Wir müssen die Leitstellen technisch so ausstatten, dass sie jederzeit anschlussfähig zu einander sind und auch über die Bereichsgrenzen hinaus Einsatzmöglichkeiten haben. Dafür werden wir seitens des Landes entsprechende Vorgaben machen. Ich könnte mir vorstellen, dass das am Ende in ein Leitstellengesetz mündet.

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12.03.2018, 06:00 Uhr

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