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Ministerpräsident in Rottenburg

Mappus bekräftigte, mit Stuttgart-21-Gegnern zu sprechen

Früher als geplant kam Stefan Mappus am Donnerstagvormittag in Rottenburg an. Sofort ging der Ministerpräsident und CDU-Landeschef unters Volk und schüttelte Hände.

03.09.2010
  • Gert Fleischer

Rottenburg. Es ist eine Szene wie aus dem Bilderbuch: Prachtwetter, Marktstände vor Dom und Rathaus, die städtische Flagge hochgezogen, Menschen sitzen in den Straßencafés, selbst die vereinzelten Polizisten und zwei Dutzend Demonstranten mit Schildern und Transparenten fügen sich malerisch in die Szene. „Guten Morgen“, sagt Mappus immer wieder, wenn er zügigen Schritts, Leibwächter und den CDU-Tross um sich, auf die Leute zugeht und ihre Hand ergreift.

Mappus bekräftigte, mit Stuttgart-21-Gegnern zu sprechen
„Schöner geht’s ja nicht mehr“, sagte Stefan Mappus (Mitte) zu Wetter und Ambiente gestern auf dem Rottenburger Marktplatz. Hier trägt er sich ins Goldene Buch ein. Links die Landtagsabgeordnete Monika Bormann, daneben Ministerialdirektor Klaus Tappeser, rechts OB Stephan Neher und der halbe Horst Schuh. Bild: Faden

Mit dem einen spricht er über dessen kranken Fuß, wünscht gute Besserung, den anderen lässt er über den zerrütteten Bodenbelag beim Bahnhof klagen und über den in der Sonne unlesbaren Fahrkarten-Automat. „Es sind oft die Kleinigkeiten, gell?“, erwidert Mappus. Dann sind die Markthändler an der Reihe, überall ein kurzer Wortwechsel, Lachen. Drei Nektarinen und drei Pfirsiche kauft sich der Regierungschef.

Nach einem Sekt am Parteistand geht’s die Rathaustreppe hoch, wo sich Mappus ins Goldene Buch der Stadt einträgt. Während dessen zitiert ein Demonstrant per Megafon die neueste Forsa-Umfrage, wonach Rot-Grün die Mehrheit hätte. „Aber ich glaube, das schaffen wir“, sagt Oberbürgermeister Stephan Neher (CDU), während die Polizei den Demonstranten in das Gässchen neben das Rathaus entführt.

„Deine Stimme gegen Armut“ steht auf einem Transparent, auf einem Schild ist zu lesen: „S 21 ist dein Grab“. „Nicht stören – darüber reden“, entgegnet Mappus den gegen das Stuttgarter Bahnprojekt Protestierenden. Deshalb treffe er sich „in den nächsten Tagen“ mit den Stuttgart-21-Gegnern. „Ich möchte, dass die Menschen im Land über alles informiert sind.“

Irgendwann, so Mappus weiter, „muss es dann aber möglich sein, umzusetzen“. Er akzeptiere nicht, „dass die, die gegen Stuttgart 21 demonstrieren, die Demokratie für sich in Anspruch nehmen, während die, die in den Parlamenten sitzen, die Undemokraten sind.“

Neuer Campus und S-21-Protest: Mappus besuchte Tübinger Uni

© Ziehe 02:44 min

Der OB überreicht dem Ministerpräsidenten Dieter Manz’ neuestes Rottenburg-Buch „urbs pia – Die fromme Stadt“. Die Rufe der Demonstranten werden lauter, doch die zahlreichen CDU-Mitglieder übertönen sie ganz einfach mit Beifall. Während Mappus in der S-Klasse durchs Spalier der Menge davon rollt, diskutieren die Menschen in etlichen Grüppchen.

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03.09.2010, 12:00 Uhr

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