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Kanzlerkandidatur

Martin Schulz will die SPD zum Wahlsieg treiben

Die Sozialdemokraten setzen alle Hoffnung auf ihren designierten Chef. Der will für Gerechtigkeit werben und gegen Rechts kämpfen.

30.01.2017
  • DPA

Berlin. Mit einem Wahlkampf für soziale Gerechtigkeit und klarer Kante gegen Rechtspopulisten will Martin Schulz das Kanzleramt für die SPD erobern. „Es geht ein Ruck durch das ganze Land. Wir wollen und werden diese Aufbruchstimmung nutzen“, sagte Schulz in Berlin in seiner ersten Rede als Kanzlerkandidat. Er wolle die „hart arbeitenden Menschen“ in den Mittelpunkt der Politik stellen. Steuergerechtigkeit und der Kampf gegen Steuerflucht sollen Schulz zufolge ein „zentrales Thema“ vor der Bundestagswahl werden.

Der Parteivorstand hatte Schulz kurz zuvor einstimmig als Spitzenkandidat und neuen Vorsitzenden nominiert. Die Nachfolge von Sigmar Gabriel als SPD-Chef soll der bisherige Europa-Politiker auf einem Parteitag Mitte März antreten. Die Gelegenheit für Martin Schulz, sich selbst und seine programmatischen Ziele bekannt zu machen, ist günstig: Nach seiner Wahl zum SPD-Chef am 19. März folgen drei Landtagswahlen – an der Saar, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

Dann kann der ehemalige Präsident des Europa-Parlaments sein Manko, nicht dem Bundestag oder der Bundesregierung anzugehören, durch nimmermüde Präsenz auf den Marktplätzen und in den Arenen der Republik wettmachen. Sein Ziel für den kommenden Herbst ist jedenfalls klar: „Ich will, dass die SPD bei der Bundestagswahl stärkste politische Kraft wird.“ Eine gewaltige Aufholjagd liegt da vor Schulz und seiner Partei.

Der Kandidat versucht den Spagat, nach rechts auszuteilen und zugleich um verunsicherte Wähler zu werben. Die AfD sei „keine Alternative für Deutschland, sondern eine Schande für die Bundesrepublik“, sagte der ehemalige EU-Parlamentspräsident. Gegen Terroristen aber will Schulz entschlossen vorgehen. Die SPD müsse auch Anwalt der Menschen sein, die sich fürchten, sagte Schulz. Er habe für das Gefühl der Verunsicherung Verständnis. gha/dpa

Leitartikel Seite 2 und Themen des Tages

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30.01.2017, 06:00 Uhr

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