Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Fellbach

Maschinenbauer trotz Abkühlung zum Jahresende optimistisch

Trotz einer Abkühlung der Weltkonjunktur in den vergangenen Monaten bleiben die Maschinenbauer im Südwesten für dieses Jahr optimistisch. Für das kommende Jahr traute sich der Vorsitzende des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) noch keine Prognose zu.

18.11.2015
  • dpa

Fellbach. Seit Herbst habe sich die Situation leicht eingetrübt, sagte der Vorsitzende Christoph Hahn-Woernle am Mittwoch im Vorfeld der Mitgliederversammlung in Fellbach. Grund seien die Krisenherde, schwächelnde Schwellenländer sowie das nachlassende Wachstum in China. Die Firmen im Südwesten sind stark abhängig vom Auslandsgeschäft: Die Exportquote im Maschinenbau lag zuletzt bei etwa zwei Dritteln.

Für das Gesamtjahr rechne man im Südwesten weiterhin dank des schwachen Euros mit 73 Millionen Euro Umsatz, sagte Hahn-Woernle. Das entspreche einem realen Plus von drei Prozent. Ähnlich stark dürfte das Produktionsplus ausfallen. Von Januar bis September hatte die Produktion im Südwesten um acht Prozent, die Aufträge zogen um sechs Prozent an. Damit liegt der Südwesten deutlich über dem Bundesschnitt. Auf Bundesebene hatten die Maschinen- und Anlagenbauer ihre Produktionsprognose im Sommer revidiert und rechnen nur noch mit einer Stagnation. Die baden-württembergischen Firmen erwirtschafteten mehr als 30 Prozent des gesamten Branchenumsatzes in Deutschland.

Mit gut 300 000 Beschäftigten arbeiten gut ein Viertel der in der Industrie beschäftigten Menschen im Südwesten im Maschinenbau. Das Tempo des Personalaufbaus habe im Jahresverlauf an Tempo verloren, sagte Hahn-Woernle. Seit 2012 seien in der Branche aber gut 10 000 neue Jobs geschaffen worden. Die Integration von Flüchtlingen sieht Hahn-Woernle zwar als Chance, aber auch als Herausforderung. «Es wird nicht ausreichen, einen Deutsch-Kurs und eine kurze betriebliche Anlernphase zu absolvieren, um aus Flüchtlingen qualifizierte Arbeitnehmer zu machen», sagte der scheidende VDMA-Vorsitzende. Er appellierte an die Politik, die Industrie bei der Qualifizierung und Schulung zu unterstützen. Am Mittwochnachmittag wählen die Mitglieder des Verbands einen neuen Vorsitzenden.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

18.11.2015, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball