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Gericht

Maserati gegen Boris Becker

Ein Mannheimer Autohändler verklagt den Ex-Tennisstar. Dieser soll Knöllchen in Höhe von 10 000 Euro nicht bezahlt haben.

08.03.2018
  • WOLFGANG RISCH

Mannehim. Ob Boris Becker die Strafzettel ignoriert hat, wie Boulevard-Medien kolportieren, oder schlicht nicht bezahlen kann, weil in London, seiner Wahlheimat, ein Insolvenzverfahren gegen den ehemaligen Tennisprofi läuft, sei dahingestellt. Das häufig falsch geparkte Luxusgefährt ist er jedenfalls los: Maserati Deutschland hat ihm den Sportwagen entzogen, den der Hersteller Becker laut „Süddeutsche Zeitung“ zu Werbezwecken überlassen hatte. Dafür musste sich Becker mit dem Nobelwagen sehen lassen.

Die britische „Daily Mail“ zeigt Becker beim Einsteigen in die italienische Luxuskarosse, die Zeitung „Daily Express“ druckte ein Foto mit dem Maserati am Haken eines Abschleppwagens. Grund: Unbezahlte Knöllchen, auch fürs Fahren auf kostenpflichtigen Straßen, über mittlerweile um die 10 000 Euro. Diese gingen freilich nicht an Becker in London, sondern an den Eigentümer des Wagens mit dem Mannheimer Nummernschild. Diesem ist nun der Kragen geplatzt, er hat vor dem Mannheimer Landgericht Klage gegen den dreimaligen Wimbledon-Sieger eingereicht.

Von dem Mannheimer Maserati-Händler Stefan Geisser war auf Anfrage keine Stellungnahme zu erhalten. Das Mannheimer Landgericht bestätigte immerhin die Klage, es war auch schon ein erster Verhandlungstermin angesetzt, der aber „aus formalen Gründen“ geplatzt sei, wie Gerichtssprecher Joachim Bock sagt. Er ist mit Informationen auffallend zurückhaltend, legt aber Wert auf die Feststellung, „dass die Insolvenz keine Rolle gespielt hat“, wie im Internet verschiedentlich behauptet worden ist. „Dies kann ich nicht bestätigen.“ Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Der Maserati ist mittlerweile wieder in Deutschland, und Boris Becker muss sich umgewöhnen.

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08.03.2018, 06:00 Uhr

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