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Stuttgart

Masernimpfungen nehmen leicht zu

Der Impfschutz gegen Masern bei Schulkindern in Baden-Württemberg hat sich verbessert.

20.04.2017
  • dpa/lsw

Stuttgart. Die Impfquote stieg von 94,7 Prozent im Vorjahr auf 95,2. Das geht aus einer Auswertung des Landesgesundheitsamts in Stuttgart hervor. Sie wurde am Donnerstag anlässlich der kommenden 12. Europäischen Impfwoche vorgestellt. Gegen Keuchhusten sind demnach mehr als 95 Prozent der künftigen Erstklässler geimpft.

Trotz des leichten Anstiegs bleibt Baden-Württemberg allerdings Schlusslicht bei den Impfquoten. Das zeigt eine neue interaktive Karte des Robert Koch-Instituts. «Wir tragen bundesweit die rote Laterne», sagte Günter Pfaff, Referatsleiter «Gesundheitsschutz und Epidemiologie» beim Landesgesundheitsamt. Als Gründe nannte er unter anderem, dass Kinder bei der Einschulungsuntersuchung und damit bei der Impfbuchkontrolle oft jünger seien als in anderen Bundesländern und somit die Impfung noch ausstehe. Dazu kämen aber auch eine grundsätzliche Impfskepsis der Eltern und verpasste Arzttermine.

Nicht nur bei Masern, auch bei den meisten anderen Impfungen, etwa der Sechsfachimpfung gegen Diphtherie, Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Hepatitis B, Keuchhusten, Kinderlähmung und Wundstarrkrampf, liegt der Südwesten hinten. «In den vergangen Jahren wurde wieder mehr geimpft, von einer Trendwende kann man aber noch nicht sprechen», sagte Pfaff. Vor allem bei Jugendlichen und Erwachsenen bestünden Impflücken.

«Gerade junge Erwachsene sollten auf ihren Impfschutz achten», betonte auch Karlin Stark, Leiterin des Landesgesundheitsamts. Sie warnte davor, dass gesunde Erwachsene, die sich mit Masern infizierten, die Krankheit auf andere anfällige Personen wie etwa Babys übertragen könnten, die ein hohes Risiko für ernste Komplikationen haben. «Fast jeder weiß, dass man die Tetanus-Impfung auffrischen sollte, wenn man sich geschnitten hat», sagte Günter Pfaff. «Kaum einer weiß aber, dass es ebenso sinnvoll ist, auch andere Impfungen wie etwa Keuchhusten zu erneuern.»

Seit Jahresanfang ist die Zahl der Erkrankungen an Masern und Keuchhusten besonders bei Jugendlichen und Erwachsenen gestiegen. In Baden-Württemberg wurden bis April bereits 44 Masernfälle verzeichnet, in 2016 waren es lediglich 25. Zudem wurden 1024 Keuchhustenfälle registriert.

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20.04.2017, 16:33 Uhr | geändert: 20.04.2017, 17:42 Uhr

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