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Kommentar

Masse und Mob

Auch neun Monate nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht gibt es für dieses Kriminalitäts-Phänomen keine einfachen Erklärungsmuster.

06.10.2016
  • JOHANNES NITSCHMANN

Der Wiesbadener Kriminalpsychologe Rudolf Egg kommt in seinem Gutachten über Motive und Täterprofile zu keinen eindeutigen Aussagen. Vieles bleibt Mutmaßung und Spekulation. Immerhin räumt Egg mit Verschwörungstheorien auf: Die massenhaften Sexual- und Eigentumsdelikte seien nicht systematisch und planvoll verabredet worden.

Andererseits hält der Gutachter die Kriminalitäts-Explosion auch nicht für zufällig. Über tausend Migranten hatten sich zwischen Domplatte und Hauptbahnhof getroffen, um unorganisiert ins neue Jahr zu feiern. Alkohol und Drogen enthemmten diese Menschenmenge. Animiert von gewieften Trickdieben und Serientätern deformierte die Masse zum Mob.

Gutachter Egg sieht das Versagen bei der Kölner Polizei. Die Ordnungshüter seien nicht frühzeitig und konsequent genug eigeschritten. Der Bahnhofsvorplatz sei erst geräumt worden, als Gesetze längst mit Füßen getreten wurden. Das ist der Stoff für neue Schuldzuweisungen zwischen Politik und Polizei.

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06.10.2016, 06:00 Uhr

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