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Der rasante Aufstieg von „Turbo-Max“

Max Leibfarth – aus der B-Liga zum Landesliga-Leistungsträger

Nicht nur wegen seiner zehn Saisontore gehört Flügelspieler Max Leibfarth zu den Siegern der Saison bei Fußball-Landesligist TSG Tübingen. Jetzt zieht es ihn nach Südkorea.

25.05.2012
  • Ibrahim Naber

Tübingen. Mit dem Joggen ist das ja bekanntlich so eine Sache: Von den einen geliebt, um im Freien Stress abzubauen und auf andere Gedanken zu kommen. Von den anderen wiederum schlichtweg verachtet und als stupides Geradeaus-Rennen bezeichnet: „Ich gehöre definitiv zur letzteren Sorte. Beim Joggen frage ich mich schon nach zwei Minuten immer, wann es endlich vorbei ist“, sagt Max Leibfarth.

Erstaunlich, denn wenn man den Studenten der Hochschule in Albstadt auf dem Spielfeld beobachtet, mag man fast glauben, dass der 23-Jährige über eine Pferdelunge verfügt. Auf Leibfarths linker Außenbahn im Mittelfeld herrscht in dieser Saison meist Hochbetrieb: Zehn Saisontreffer gelangen dem angehenden Wirtschaftsingenieur bereits, mindestens genauso viele Torvorlagen kommen hinzu. Kein anderer Tübinger hat so eine gute Statistik.

Fest steht: In seiner dritten Saison bei der TSG ist Leibfarth endgültig zu einem Führungsspieler gereift. Eine rasante Entwicklung – gerade wenn man bedenkt, dass der Fan der US-Comedyserie „How I met your mother“ vor drei Jahren noch in der B-Liga für den TSV Hagelloch als Spielmacher die Fäden gezogen hat.

2009 folgte der Wechsel nach Tübingen, wo sich Leibfarth schon zu Beginn einen Stammplatz eroberte. Seine Entwicklung zum absoluten Leistungsträger lässt sich auch an seinem Positionswechsel verdeutlichen: Als linker Verteidiger fing Leibfarth bei der TSG noch relativ unauffällig an, nun trumpft er eine Position weiter vorne groß auf.

Ganz von ungefähr kommen seine Leistungen allerdings nicht: Beim FC Rottenburg genoss Leibfarth in der Jugend eine solide Grundausbildung, spielte darüber hinaus mit seinem jetzigen Teamkollegen Daniel Gottschalk und Nehrens Daniel Frank in der Bezirksauswahl. Davon profitiert er noch heute. Wobei Leibfarth selbst genau weiß, was ihn besonders auszeichnet: „Mein große Stärke ist mit Sicherheit die Schnelligkeit. Das ist auf meiner Position extrem wichtig.“

Extrem wichtig ist Leibfarth mittlerweile auch für die TSG – und genau da liegt das Problem: Wenn die Bestätigung der Universität bald vorliegt, wird der Offensivspieler schon in wenigen Monaten in Südkorea landen, um dort ein Auslandssemester zu verbringen.

Ursprünglich wollte er nach Mexiko, doch als er erfuhr, dass sich die Universität dort inmitten einer von Drogenkartellen bestimmten Stadt befindet, entschied sich Leibfarth für Asien: „Ich möchte unbedingt mal raus aus Europa und eine komplett andere Kultur kennenlernen. Darum fiel die Wahl auf Südkorea.“

Zum Marathonläufer wird er allerdings wohl auch in Südostasien nicht werden. Mit einem Schmunzeln erzählt Leibfarth: „Beim Waldlauf in der Vorbereitung gehöre ich immer zu den hinteren Läufern. Aber da ist ja auch kein Ball im Spiel.“

Max Leibfarth – aus der B-Liga zum Landesliga-Leistungsträger
Abflug nach Südkorea: Die Landesliga-Fußballer der TSG Tübingen muss demnächst wohl einige Zeit auf Offensivmann Max Leibfarth verzichten.Archivbild: Ulmer

Für den VfL Sindelfingen wird es mit großer Wahrscheinlichkeit das Alles-oder-nichts-Spiel dieser Saison: Wenn der Drittplatzierte am Freitag (19 Uhr) bei der TSG Tübingen gastiert, steht für das Team von Trainer Thomas Dietsche die gesamte Saison auf dem Spiel: Nach dem unglücklichen 1:3 gegen Rottenburg kann der VfL wohl nur mit einem Sieg noch um die Relegation mitspielen. Auch die TSG steht im Abstiegskampf nach dem 2:2 trotz 2:0-Führung beim VfL Pfullingen unter Zugzwang: „Das 2:2 war bitter. Mit einem Sieg gegen den VfL könnten wir aber bereits durch sein“, sagt Tübingens Max Leibfarth. Tatsächlich: Zwar hat Tübingen, wie drei weitere Teams, 36 Punkte, doch einzig Zimmern hat ein besseres Torverhältnis. Bei Punktgleichheit wäre die TSG somit wohl gerettet. „Ich würde gerne beruhigt zum Saisonfinale nach Gärtringen fahren“, sagt Leibfarth.

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25.05.2012, 12:00 Uhr

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