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Das Schlagzeug gesungen

Maybebop machte in der Kiebinger Sülchgauhalle reichlich Spaß

Die A-cappella Gesangsgruppe Maybebop bot am Samstag vor mehr als 450 begeisterten Zuschauern eine unterhaltsame Show. Zuvor hatten die vier Hannoveraner den Nachwuchs des Kiebinger Paulus-Chors in einem Chor- Workshop unterrichtet.

08.10.2012
  • Martin Zimmermann

Kiebingen. Beatboxen hat nichts mit Faustkampf zu tun. Beatboxen ist Schlagzeug mit dem Mund. Lukas Teske von der Band Maybebop kann das so gut, dass er auf der Bühne einen Trommelwirbel ebenso gut nachmachen kann wie die vom Publikum vorgeschlagenen Rhythmen Reggae und Salsa. In seinem Workshop am Samstagnachmittag lehrte der Mann mit der Mark-Medlock-Mütze den Kiebinger Jungsängern, wie man Schlagzeug-Beats singt. Die Schüler waren sich einig: „Das war cool.“

Sebastian Schröder, der lange Bass, der auf der Bühne ein wenig wie ein Double von Karl Dall wirkte und als Solist das Volkslied „Es war ein König in Thule“ sang, hatte nachmittags noch mit den Jugendlichen Stimmbildung gemacht. Bariton und Entertainer Oliver Gies - der Mann mit der Buddy-Holly-Brille - verpasste den Kids den letzten Schliff bei dem als Vorprogramm gesungenen „Rolling in the deep“.

In der Show bastelte Gies in Theatersport-Tradition aus Publikums-Stichworten wie „Sackgesicht“, „Messi“ und „Döner“ spontan lustige Songs. Sonnyboy Jan Teske gibt auf der Bühne den Latin Lover und parodiert dieses Image lispelnd im Lied „Daf kommt mir allef Fpanif vor.“ Sein Unterrichtsthema war: Bühnenpräsentation.

Passend dazu war das kurzweilige Konzert der Gruppe Maybebop ein komplettes Entertainment-Programm mit Elementen von Spontantheater, Comedy und Spielshow. Immer wieder verstanden sie es, das Publikum interaktiv an ihrer Show zu beteiligen Bei einem „Buzzer-Quiz“ holten sie zwei Zuschauer auf die Bühne, die deutsche Volkslieder erraten sollten. Was sie nicht wussten: Maybebop sangen den Text von „Heideröslein“ zur Melodie von „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“. Beim ersten Lied gelang es ihnen damit, die Kandidatin Isabell zu täuschen.

In ihren selbst geschriebenen Lieder bestach die Boygroup mit witzigen Texten. Die Vier erklärten dem Publikum den Sinn des Lebens: „Kuscheln, Sex und Händchenhalten.“ Ihr zehnjähriges Bestehen feierte die Band, die acht Alben und drei DVDs herausgebracht hat, mit einem Potpourri der internationalen Hits der letzten zehn Jahre. Zum Schluss verriet die Gruppe, warum sie „Vielleicht Bebop“ heißt (so die Übersetzung von Maybebop), obwohl sie kaum Bebop singt. „Bebop ist eine Musikrichtung.“ Also sangen sie noch „das Bebob-Stück schlechthin“: Es tanzt ein Bebop-Butzemann.

Die Zugabe sangen sie dann gemeinsam mit dem Jugendchor: „Ade zur guten Nacht.“ Anschließend intonierte die Band das Sandmännchen-Lied: „Kinder, liebe Kinder, es hat mir Spaß gemacht“, während sich der Jugendchor im Hintergrund schlafen legte.

Auf die Frage was der Kiebinger Jugendchor denn von den Profis gelernt habe, sagte die Leiterin des Paulus-Chors Barbara Buncic nach dem Konzert: „Vor allem, wie man sich beim Singen auf der Bühne präsentiert, um die Leute zu unterhalten.“

Maybebop machte in der Kiebinger Sülchgauhalle reichlich Spaß
Maybebop – Sebastian Schröder, Jan Bürger, Oliver Gies und Lukas Teske (von links) – in der Kiebinger Sülchgauhalle mit Publikumsteilnehmerin Isabell. Bild: Faden

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08.10.2012, 12:00 Uhr

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