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Mehr Geld für mehr Medaillen?
Erwartet Widerstand: DOSB-Chef Alfons Hörmann. Foto: dpa
Spitzensport

Mehr Geld für mehr Medaillen?

Mit einem klaren Votum haben die Verbände des DOSB die Leistungssportreform gebilligt. Kritik aber bleibt.

05.12.2016
  • WS

Magdeburg. Alfons Hörmann wollte nach dem eindrucksvollen Signal der Einheit keine Zeit mehr verschwenden. „Ich verspreche, dass wir mit der Umsetzung keine Woche warten, sondern gleich beginnen“, sagte der DOSB-Präsident, nachdem 98,6 Prozent der Delegierten auf der Mitgliederversammlung in Magdeburg für die Spitzensportreform gestimmt hatten. Hörmann wertete das Votum als „Steilvorlage“.

Dennoch steht „Sportdeutschland“ bei der Umsetzung des millionenschweren Medaillenbeschaffungsprogramms vor einer Zerreißprobe. Auch Hörmann sieht Konfliktpotenzial. „Wir sind nicht am Ziel angekommen, sondern erst am Start“, sagte er. „Die Frage ist: Wie schaffen wir es, Akzeptanz über alle Ebenen zu erreichen?“ Er prognostizierte „Widerstand und Gegenwind“. Neben Hörmann stand vor dem Sitzungssaal im Magdeburger Maritim-Hotel Hans-Georg Engelke, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, und sprach einen Aspekt an, der sich neben Themen wie Stützpunktschließungen zu einem gewaltigen Zankapfel entwickeln dürfte: das liebe Geld. „Der Bundesminister ist nicht jemand, der mit einem großen Sack Geld herumläuft und das nach Belieben verteilen kann“, sagte Engelke: „Wir brauchen ein System, in dem transparent nachvollzogen werden kann, wofür das Geld ausgegeben wird.“ Man wolle sich erst mal anschauen, „wie die Reform wirken wird“. Der größte Geldgeber will erst bewerten, bevor er (mehr) zahlt.

Hörmann machte klar: „Erst wird das Konzept fertig gestellt, dann machen wir die Kalkulation, dann reden wir über die Mittel.“ Angeblich hat der DOSB aber in Berlin schon einen Mehrbedarf von 55 Millionen Euro über die bisherigen 167 Millionen hinaus angemeldet. In den Verbänden geht nun die Angst vor dem „Potenzialanalysesystem“ um. Es teilt sie in die drei großen Förderkategorien ein. Doch wer etwa lediglich in der dritten landet, kann nur noch mit einer geringen Basisförderung rechnen. sid

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05.12.2016, 06:00 Uhr

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