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Skeptische Freude

Mehr Sicherheit für Forsthochschule in Sicht

Erfreut, aber auch skeptisch ist Bastian Kaiser, der Rektor der Rottenburger Hochschule für Forstwirtschaft, nach der Ankündigung der Landesregierung, die Hochschulen im Land bis 2020 mit zusätzlichen 1,7 Milliarden Euro auszustatten.

26.07.2014

Von ing

Rottenburg. Die Forsthochschule ist eine von 48 staatlichen Hochschulen im Land, die von den zusätzlichen Investitionen in Forschung und Lehre profitieren sollen. Insgesamt 1,7 Milliarden Euro sollen in den nächsten sechs Jahren an die Hochschulen fließen. Knapp ein Drittel davon soll zusätzlich in den Hochschulbau gesteckt werden.

„Wir wollen“, sagt Forsthochschulrektor Bastian Kaiser, „ein angemessenes Stück von diesem Kuchen abhaben.“ Kaiser verweist als Vorsitzender der Rektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Baden-Württemberg darauf, dass die HAW seit 2007 rund 7200 neue Studienanfängerplätze geschaffen und seither 20 000 Studierende „mehr im System“ hätten. Baulich seien, um dieser Zahl zu entsprechen, 160 000 bis 200 000 Quadratmeter zusätzlich nötig.

Erfreulich ist für Kaiser, dass Studiengänge, die bisher nur befristet finanziert waren, jetzt auf Dauer finanziert werden könnten. So ist an der Forsthochschule nur der klassische Forstwirtschafts-Studiengang grundfinanziert; sechs weitere Studiengänge sind über sogenannte Programmmittel nur befristet finanziert. „Aus dieser Projektfinanzierung müssen wir raus“, so Kaiser. Es sei zwar nie zu befürchten gewesen, dass ein Studiengang geschlossen werde, aber für die Beschäftigten ergäben sich dadurch unsichere Verhältnisse. „Da geht viel Know-how verloren, da brauchen wir dringend Verbesserung.“

Ein wesentliches Merkmal des neuen Hochschulfinanzierungsvertrags ist laut Kaiser, dass die Überführung der Mittel von der Programm- zur Grundfinanzierung sukzessive, also Schritt für Schritt erfolgt. „Es ist ja nicht so, dass jetzt der Hebel umgelegt wird.“

Wie positiv sich das zusätzliche Geld vom Land auf die Rottenburger Hochschule sowie die anderen 47 staatlichen Hochschulen im Land auswirkt, hänge nicht zuletzt „von der konkreten Mittelverteilung und deren Einsatz“ ab. „Ruhiger schlafen können wir erst, wenn die weiteren Konkretisierungsgespräche nach der Sommerpause zu bedarfsgerechten Ergebnissen führen.“

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Erstellt:
26. Juli 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
26. Juli 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. Juli 2014, 12:00 Uhr

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