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Banken

Mehr Sparkassen im Land verlangen Geld fürs Abheben

Je nach Kontomodell müssen eigene Kunden am Automaten Gebühren zahlen. Verbraucherschützer raten, Konditionen zu vergleichen.

01.04.2017
  • DIETER KELLER

Stuttgart/Berlin. Gratis am Automaten Geld abzuheben, ist bei jeder zehnten der bundesweit rund 400 Sparkassen nicht mehr selbstverständlich, zumindest nicht in allen Gebührenmodellen. In Baden-Württemberg verlangen 8 von 51 Sparkassen bei mindestens einer Version ihrer Girokonten 19 bis 40 Cent je Abhebung. Das zeigt eine Übersicht des Finanzportals biallo.de.

Im Einzelnen sind dies die Sparkassen Heidenheim, Neckartal-Odenwald, Rastatt-Gernsbach, Ravensburg und Pfullendorf-Messkirch. Die Institute Tauberfranken, Hanauerland und Heidelberg verlangen erst nach jeweils fünf Freiposten pro Monat Geld.

Der Sparkassenverband Baden-Württemberg betonte allerdings, dass dies jeweils nur für eines von mehreren Kontomodellen der einzelnen Institute zutrifft, die es teilweise schon seit mehr als zehn Jahren gebe. Meist sei dies mit einer besonders niedrigen Grundgebühr verbunden. Das zeigt das Beispiel der Kreissparkasse Heidenheim: Bei ihrem „Giro Classic“ für 3,25 Euro im Monat kostet jede Bargeldabhebung 40 Cent. Bei der Online-Variante für drei Euro fällt dagegen für Bargeld an den 25 000 Automaten der Sparkassen-Gruppe nichts zusätzlich an.

Viele Sparkassen und Banken haben ihre Gebühren in den letzten Jahren generell erhöht, weil sie angesichts der Niedrigzinsen in ihrem traditionellen Geschäft kaum noch Geld verdienen.

Die Zusatzgebühren nehmen zu, sieht auch Dorothea Mohn, Finanzexpertin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV). Sie äußerte Verständnis, da die Modelle häufig nicht kostendeckend waren. Aber die Kontopreise sollten für Kunden leicht verständlich und vergleichbar sein. Zudem müssten Kunden schon bei Vertragsabschluss wissen, dass Preisänderungen auf sie zukommen können. Preise und Kontomodelle dürften nicht willkürlich geändert werden. „Wen das ärgert, der sollte wechseln.“ Sie empfiehlt, die Gebühren zu vergleichen und sich das passende Modell zu suchen. Seit einem halben Jahr macht ein neues Gesetz den Wechsel des Instituts einfacher und schneller.

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01.04.2017, 06:00 Uhr

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