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Blitzlichtspektakel mit Dauerdonner

Mehr als 10.000 Blitze erhellten am Montag den Abendhimmel

Jedes Disko-Stroboskop ist ein trübes Flackern gegen das, was Donnergott Thor am Montagabend über dem Landkreis Tübingen veranstaltet hat. Eine 70 Kilometer lange Gewitter-Zone zog von Südwest nach Nordost durch, und sie beeindruckte und beunruhigte die Menschen mit einem beachtlichen Blitzspektakel, untermalt von drohendem Dauerdonnern.

08.07.2014
  • Hans-Jörg Schweizer

Kreis Tübingen. Vom Bodensee bis tief in den Nordschwarzwald erstreckte sich die brodelnde Wolkenfront, die es wirklich in sich hatte: 10 439 Blitze zählten die Meteorologen beim Deutschen Wetterdienst (DWD) binnen 30 Minuten. „Das ist viel“, sagt Clemens Steiner vom DWD in Stuttgart. Die schiere Zahl der Blitze über dem Südwesten erklärt das unausgesetzte Flackern und Grummeln über eine gute Stunde hinweg. „Man kann in Tübingen auch das Leuchten eines Blitzes über Friedrichshafen sehen“, erklärt Steiner.

Mehr als 10.000 Blitze erhellten am Montag den Abendhimmel
Gegen 22 Uhr am Montagabend war die 70 Kilometer lange Gewitterzone über dem Neckartal angekommen.

Im Landkreis Tübingen bekomme man so eine Front selten zu sehen, sagt der Tübinger Hobby-Meteorologe und Wetter-Fotograf Jörg Henschel, denn „normalerweise zerfleddert so eine Linie am Schwarzwald“. Gerade als die Gewitterzone von Alb und Schwarzwald her über Rottenburg und Tübingen hereinbrach, erreichte das Blitzfeuerwerk zudem seinen Höhepunkt. Das geht aus den Aufzeichnungen des DWD hervor. Als das Himmelsspektakel dann nach Norden entschwebte, wurde den Hohenlohern dort keine so tolle Lichtshow mehr geboten.

Auch schon am Wochenende hatte es heftige Gewitter gegeben. Von größeren wetterbedingten Schäden ist bei der Tübinger Feuerwehrleitstelle indes nichts bekannt. „Jetzt ist es erst mal nicht mehr so gewittrig, sondern unbeständig auf kühlem Niveau“, prognostiziert Meteorologe Steiner. Nach regnerischem Wetter bei Temperaturen um die 14 Grad am Dienstag steigen am Mittwoch die Werte auf immer noch kühle 16 bis 17 Grad. 20 Grad am Donnerstag, 24 am Freitag, 26 am Samstag – Richtung Wochenende wird es deutlich wärmer.

Mit den Temperaturen steigt auch wieder das Gewitterrisiko. Wie stark Blitz und Donner dann ausfallen, das hängt von einer ganzen Reihe Randbedingungen ab: Wie feucht ist die Luft? Wie stark ist die Atmosphäre aufgeladen? Wie viel Luft steigt auf? Wie stark sind die Scherwinde? Liefert der Jetstream zusätzliche Energie? Wie labil ist das Ganze?

Es ist also nicht ganz einfach, vorherzusagen, wie stark ein Gewitter wird. Der Wetterdienst gibt deshalb regelmäßig Vorwarnungen heraus. Wenn die Lage eindeutiger wird, gibt es zeitnah konkrete Informationen bei dwd.de. Unwetterwarnungen für die Kreise Tübingen und Reutlingen werden auch bei tagblatt.de veröffentlicht.


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