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Wasserspaß lockte Tausende

Mehr als 2000 Besuchern auf der Bieringer Kirbe

Das Bieringer Kübelesrennen lockte gestern Tausende Schaulustige ans Neckarufer. 19 Eigenbauten flutschten nacheinander den Neckar hinab. Mit mehr als 2000 Besuchern war auf der Bieringer Kirbe am Wochenende einiges los.

23.09.2012
  • Yvonne Arras

Bieringen. Längst ist das Kübelesrennen das Highlight der Bieringer Kirbe. Die Wasserstrecke vom Ortsausgang bis zur Anlegestelle am Festplatz war am Sonntag von Schaulustigen gesäumt. Bei fast sommerliche Temperaturen standen etliche Zuschauer knietief im Neckar oder saßen am Ufer im Gras. Andere äugten von der Brücke oder schauten dem nassen Treiben von der Hochwasserschutzmauer aus zu.

Als erster trieb der „High Speed Renner“ den träge dahinfließenden Neckar hinab. Angesagt wurden die schwimmfähigen Untersätze von Musikvereinschef Hermann Blöchle, der das gemächliche Schippern moderierte. Seit ein paar Jahren sind „Filip und Max“ mit ihrem wassertauglichen Rennwagen dabei und ihm mittlerweile entwachsen. „Sie strecken schon die Kniescheiben raus“, juxte Blöchle.

Schwimmender Hobel und Piraten: Das Kübelesrennen in Bieringen

© Video: Schweizer 04:49 min

Auf dem zweiten Gefährt war die E-Jugend des Sportvereins. Sie demonstrierte ihr Faible auf einem Mehr-Personen-Floß mit Fußballtrikots am Geländer und -dekorationen. „Unsinkbar II“, der „Nobel-Hobel“ aus Rottenburg, hatte in Sachen Baukunst die Nase um Längen vor den anderen. Viel schneller war das gigantische Schwimm-Werkzeug, das von Stechmeiseln flankiert wurde, allerdings nicht. Georg Eckert, Steuermeister des Hobels, musste sogar mit Paddeln nachhelfen.

Jerimo und Jason Britt und Nick Hertkorn machten es sich als „Badewannen Chiller“ in einer solchen bequem. Nur Kissen fehlten in der ausrangierten Wanne, sonst ließ die Ausstattung keine Wünsche offen. Ein Fernseher-Imitat war auf die Holzkonstruktion montiert. Als Getränkehalter diente eine leere Konservenbüchse, sogar eine Saftflasche steckte darin.

„Um noch schneller zu Terminen zu kommen“, sagte Moderator Bächle, habe Baisingens Ortsvorsteher Horst Schuh den „Ersten ICE in Bieringen“ als Vehikel gewählt, den Musikvereins-Vize Ferdinand Truffner sicher ans Ziel steuerte. Dann waren die Wikinger los: Aus dem fernen Dautmergen hätten sich die germanischen Seefahrer aufgemacht, seien bei Balingen die Schlichem hinuntergefahren und schließlich in Bieringen gelandet, erzählte Blöchle.

Die Bieringer Ortsvorsteherin Hildegard Höppel erinnerte plakativ an die aktuelle politische Diskussion in der Gemeinde: „Der ewige Traum vom stillen Örtchen“ prangte vom Banner ihrer schwimmenden Kloschüssel, die kreativ mit Sonnenblumen garniert war.

Nur ein Boot kenterte: Die „Neckar-Ritter“ der Familien Noll und Schöhrle aus Börstingen, die sich eigentlich als Weitinger Burgherren inszeniert hatten. Dafür hatten die Bootsbastler sogar ein eigenes Wappen erschaffen. Anstelle der drei Pfeile im alten Börstinger Wappen zierten sechs das Emblem der „Neckar-Ritter“. „Weil wir zu sechst auf dem Boot sind“, erklärte Kapitän Noll. Zu viele, das Boot ging unter. „Das ist nicht die Weitenburg, sondern das Wasserschloss Glatt“, scherzte Moderator Hermann Blöchle.

Fast zum Schluss machte sich Oberbürgermeister Stephan Neher in einem John-Deere-Wasserschlepper auf den Weg. „Der hat sogar Pedale zum Antreiben und einen Lenker“, hatte ein Zuschauer beobachtet. Da könne man noch Landwirtschaftliches lernen, ulkte Blöchle.

Rund tausend Partygäste kamen am Freitagabend zur Disco von DJ Boa, fast genauso viele am Samstagabend, als die Jugendkapelle des Bieringer Musikvereins und dann die elf Musiker von „How & Blow“ im Zelt spielten. Gesteckt voll war dieses auch am Sonntagvormittag beim Frühschoppen. Zusätzliche Tische mussten draußen aufgebaut werden. Nach dem Kübelesrennen spielten Musiker aus Rangendingen, Weildorf und Börstingen.

Info Am letzten Kirbetag am Montag sind auf 15 Uhr Kinder und Senioren eingeladen, ehe es um 17 Uhr beim Handwerkervesper Schälripple gibt. Für Unterhaltung sorgen die Musikvereine Obernau und Wachendorf.

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23.09.2012, 12:00 Uhr

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