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Mehr als vier Millionen Besucher
Nach den Anschlägen von Berlin wurde der Stuttgarter Weihnachtsmarkt stärker gesichert. Foto: dpa
Weihnachtsmarkt

Mehr als vier Millionen Besucher

Veranstalter verzeichnen Rekord: Vom Anschlag in Berlin ließen sich die Leute nicht einschüchtern.

24.12.2016
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. Die reine Bilanz liest sich positiv: Mehr als vier Millionen Menschen haben den Stuttgarter Weihnachtsmarkt in diesem Jahr besucht. Eine halbe Million mehr als 2015 und so viele wie in den vergangenen zwölf Jahren nicht – seither betreut die städtische Veranstaltungsgesellschaft „in.stuttgart“ den Markt mit seinen rund 290 Buden. „Doch das Licht ist nicht so strahlend wie es mit Blick auf die bloßen Ergebnisse erscheint“, sagte der „in.stuttgart“-Geschäftsführer Andreas Kroll am Freitag zum Abschluss des Marktes. Die Tragödie von Berlin habe die vergangenen Tage sicher ein wenig überschattet. Zu spüren war das etwa bei der Gedenkminute, die am Dienstagabend spontan vor dem Rathaus abgehalten wurde.

Auf die Besucherzahlen hat sich die Attacke indes offenbar nicht ausgewirkt. Man habe in dieser Woche keine Rückgänge verzeichnet. „Es scheint so, als hätten die Leute fast noch mehr Grund gehabt, sich nicht zu Hause zu verkriechen“, so Kroll. Stattdessen hätten viele ein Zeichen für ihr freiheitliches Leben setzen wollen. Die schnelle Entscheidung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn, den Markt nicht abzusagen, sei daher richtig gewesen.

Weniger Taschendiebstähle

Wäre der Anschlag nicht gewesen, hätte man beinahe von einem Bilderbuch-Weihnachtsmarkt sprechen können: Es sei ein sehr friedlicher Markt ohne nennenswerte Alkoholexzesse und mit rückläufigen Taschendiebstahls-Zahlen gewesen, so Kroll. Das Wetter habe gestimmt, es sei kalt genug gewesen, um den Leuten Lust auf Glühwein zu machen, aber auch nicht zu kalt. Und die verlängerten Öffnungszeiten an den Freitagen und Samstagen um eine Stunde hätten den Händlern gute Geschäfte ermöglicht. Diese seien hochzufrieden, ergänzte Marcus Christen, Abteilungsleiter bei „in.stuttgart“. Auch dank der Touristen aus dem In- und Ausland, die zahlreich nach Stuttgart strömten: Man habe die Marke von 5000 Reisebussen geknackt, so Christen. Nicht zuletzt sicher auch deshalb, weil der Markt – kalendarisch beeinflusst – 31 Tage dauerte. Überdies seien auch spontan noch Gruppen angefahren, die eigentlich nach Berlin wollten, dann aber umdisponiert hätte, so Christen.

Dank der verschärften Sicherheitsmaßnahmen hätten sich die Leute in Stuttgart sicher gefühlt, sind die Veranstalter überzeugt. Als Reaktion auf die Lkw-Attacke wurden mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten postiert, außerdem wurden die Zugänge mit Betonbarrieren gesichert. Ob das auch 2017 so gehandhabt wird, müsse man abwarten, sagte Kroll. Dominique Leibbrand

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24.12.2016, 06:00 Uhr

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