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SpaceX gelingt erstmals Landung von Rakete auf Plattform im Ozean

Meilenstein im Raumfahrtmarkt

Eine Rakete aus dem All kehrt zur Erde zurück und landet auf einer Plattform im Ozean: Das ist ein Novum.

11.04.2016
  • AFP

Cape Canaveral. Die private Raumfahrtfirma SpaceX hat es zum ersten Mal geschafft, eine Falcon-9-Rakete wieder sicher auf einer schwimmenden Plattform im Ozean zu landen. Die Rakete brachte am späten Freitagabend erfolgreich einen unbemannten Raumtransporter auf den Weg zur Internationalen Raumstation (ISS). Anschließend landete die erste Stufe der Rakete auf der Plattform im Atlantik.

Die Rakete war planmäßig um 22.43 Uhr (MESZ) vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben. Sie brachte die unbemannte Raumkapsel "Dragon" ins All, die gut drei Tonnen Vorräte und Ausrüstung für die ISS geladen hat. Zur Ladung zählt auch eine aufblasbare Raumkammer, die die sechs Astronauten der ISS testen wollen.

Ein noch größerer Erfolg als der Start der Rakete war ihre sichere Landung auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik. Zweieinhalb Minuten nach Abtrennung der Raumkapsel begann die erste Stufe der Falcon 9, die sich zu diesem Moment in über 100 Kilometern Höhe befand, die Rückkehr auf die Erde, um weniger als zehn Minuten nach dem Start senkrecht auf der Plattform zu landen.

"Wir sind natürlich begeistert", schrieb der SpaceX-Chef Elon Musk auf Twitter. Das Ziel von SpaceX ist es, die teuren Raketen mehrmals zu verwenden, um die Raumfahrt kostengünstiger und nachhaltiger zu machen. Musk sagte, der Treibstoff für eine Rakete koste rund 300 000 Dollar, doch der Bau koste 60 Millionen. Wenn es gelinge, eine Rakete wiederzuverwenden, bedeute das eine hundertfache Kostenersparnis.

Bisher war dem Konzern nur die Landung der Rakete an Land gelungen, nicht aber auf der Plattform. Erst Mitte Januar war eine Falcon-9-Rakete von SpaceX bei einem Landeversuch im Pazifik auseinandergebrochen, nachdem sie erfolgreich einen Satelliten ins All gebracht hatte. Laut Musk soll die Rakete nun eine Reihe von Tests durchlaufen, um zu prüfen, ob sie tatsächlich wiederverwendet werden kann.

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11.04.2016, 06:00 Uhr

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