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Meister in Feierlaune
Thomas Müller (links) erzielte im Heimspiel gegen Wolfsburg sein erstes Saisontor in der Bundesliga, Thiago gratulierte. Foto: afp
FC Bayern

Meister in Feierlaune

Nach über einem Monat steht der Rekordmeister wieder an der Tabellenspitze. Dagegen rutscht der ambitionierte VfL Wolfsburg immer tiefer in die Krise.

12.12.2016
  • SID

München. Die Atmosphäre auf der Weihnachtsfeier beim Münchner In-Italiener H‘ugo‘s hätte nach einer Demonstration der Stärke nicht besser sein können. „Wunderbar, das genießen wir. Das war ein überragender Spieltag für uns: Die Tabellenführung wieder übernommen, und Dortmund hat auch noch zwei Punkte liegen lassen“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem überzeugenden 5:0 von Bayern München gegen den VfL Wolfsburg freudestrahlend.

Im Überschwang der Gefühle versprach Bayerns Boss dem FC Ingolstadt sogar „eine Wagenladung Weißwürste und Weißbier. Das ist natürlich schön, wenn man solche Nachbarschaftshilfe bekommt.“ Die Schanzer hatten dem deutschen Rekordmeister mit einem völlig überraschenden 1:0 gegen RB Leipzig wieder zur Bundesligaspitze verholfen – erstmals seit dem 10. Spieltag und über einem Monat.

Die Münchner Welt war wieder in Ordnung, zumal auch noch Thomas Müller nach 999 Minuten seine Torflaute beendet hatte. „Das ist super und wichtig, ein schöner Tag für ganz Bayern“, meinte Superstar Franck Ribéry. „Es macht einfach Spaß“, fügte der starke Arjen Robben an, blickte aber auch voraus: „Wir haben noch zwei Spiele und müssen das jetzt durchziehen.“ Nächsten Sonntag geht es für die Bayern nach Darmstadt, am 21. Dezember kommt es dann in der Allianz Arena zum Gipfel gegen Leipzig. „Das ist das Weihnachtsfinale, da wollen wir zeigen, dass wir die beste Mannschaft sind“, so betonte Rummenigge.

Wolfsburg war für die Münchner, die laut Vorstandschef wieder „an Stabilität gewonnen haben“, nur ein Spielball. Robben, Torjäger Robert Lewandowski mit seinen Saisontreffern zehn und elf, Müller und Douglas Costa schossen den überforderten VfL ab. Die Umstellung auf das alte, von Triple-Trainer Jupp Heynckes bevorzugte 4-2-3-1-System zeigt Wirkung.

Vor allem für Müller war es eine Erlösung, nachdem er in der Liga zuletzt am 30. April gegen Gladbach (1:1) getroffen hatte. „Das ist eine schöne Sache, aber nicht weltbewegend. Ich habe das Tor gejagt, mich hat das aber nicht verrückt gemacht. Ich war immer geschmeidig bei dem Thema“, sagte der Weltmeister. Nach der langen Durststrecke dürfe es jetzt „aber so weitergehen“.

In Wolfsburg soll sich dagegen alles ändern. Der VfL rutscht immer tiefer in den Keller und in die Krise. Der Druck auf Trainer Valerien Ismael, der im siebten Spiel die fünfte Niederlage kassierte, und auch auf Geschäftsführer Klaus Allofs wird vor den beiden letzten Spielen des Jahres gegen Frankfurt und in Gladbach immer größer. In Panik wollte Allofs aber nicht verfallen. Man habe „ein paar Dinge im Kopf, die wir verändern wollen“ und möchte unter anderem „schauen, was wir auf dem Transfermarkt machen“.

Ein Abschied von Julian Draxler gilt als wahrscheinlich. Es könnte sich aber auch in der Trainerfrage etwas tun. Laut Wolfsburger Allgemeinen Zeitung hält der VfL weiter Kontakt zum früheren Hamburger Coach Bruno Labbadia, zum Portugiesen Paulo Sousa sowie dem Deutsch-Amerikaner David Wagner, der beim englischen Zweitligisten Huddersfield unter Vertrag steht. sid

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12.12.2016, 06:00 Uhr

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