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Klassisch

Meisterhafte Cellokonzerte

Er gilt als führender Vertreter der franko-belgischen Geigenschule und war einer der berühmtesten Violin-Virtuosen seiner Zeit: Henri Vieuxtemps (1820–1881) hat aber nicht nur für „sein“ Instrument hervorragende Konzerte geschrieben. Aus seiner Feder stammen zwei hoch romantische Cellokonzerte: das erste in a-Moll ist 1876 von dem einst berühmten Cellisten Joseph Servais uraufgeführt worden.

12.01.2017
  • BURKHARD SCHÄFER

Ulm. An seinem zweiten Cellokonzert in h-Moll arbeitete der Komponist noch bis kurz vor seinem Tod. Der Schweizer Cellist taiwanesischer Abstammung Wen-Sinn Yang hat diese beiden unbedingt zu entdeckenden Konzerte in einer Maßstab setzenden Einspielung mit dem Evergreen Symphony Orchestra unter Gernot Schmalfuss für das Label cpo eingespielt. Als Zugabe erklingt Vieuxtemps‘ Capriccio „Hommage à Paganini“ in einer Bearbeitung für Cello, die Yang selbst vorgenommen hat.

Herr Yang, was zeichnet die Cellokonzerte von Henri Vieuxtemps aus?

Sie sind typische Beispiele für virtuose Solokonzerte des 19. Jahrhunderts, die in diesem Fall ein zauberhaftes frankophones Flair verströmen. Die Musik lebt sehr von der Persönlichkeit des Interpreten und seiner Lust, den Themen, die auf den ersten Blick sehr einfach und eingängig komponiert sind, Tiefgang und Eleganz abzugewinnen. Die Konzerte sind technisch sehr anspruchsvoll, aber absolut instrumentengerecht geschrieben.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit den Musikern?

Das Evergreen Symphony Orchestra gehört zu den wenigen festen Profiorchestern auf Taiwan. Die Musiker sind sehr versiert und haben die Aufnahmen mit großer Disziplin und Anteilnahme begleitet. Mit dem Dirigenten Gernot Schmalfuss habe ich mich vom ersten Augenblick an hervorragend verstanden – das a-Moll- Konzert haben wir vor der Aufnahme auch im Konzert gespielt. Ich bin den Machern von cpo sehr dankbar, dass sie diese Aufnahme ermöglicht haben.

Was können Sie uns über das kurze Capriccio „Hommage à Paganini“ sagen?

Das Capriccio ist eigentlich ursprünglich für Viola solo geschrieben. Es bezieht sich auf die 24 Caprices des „Teufelsgeigers“ Niccolò Paganini, den Vieuxtemps 1834 in London live erlebt und zeitlebens bewundert hat. Ich habe mir erlaubt, dieses Stück auf dem Cello beizugeben. Ich finde, dass der Charakter des Stückes mit der Klangfarbe des Cellos sehr gut zur Geltung kommt.

Burkhard Schäfer

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12.01.2017, 06:00 Uhr

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