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Melania zögert

22.11.2016

Von PETER DETHIER

Die Familie des künftigen US-Präsidenten: Sohn Barron, Ehefrau Melania und Donald Trump (v.l.n.r.) Foto: dpa

Washington. Seit Donald Trumps Wahlsieg spekulieren amerikanische Medien, wie der Milliardär und seine Familie mit dem Verzicht auf jenen überschwänglichen Luxus umgehen werden, den sie in ihrem New Yorker Heim bisher genießen. Eine erste Antwort hat nun Trumps Ehefrau Melania gegeben: Sie zieht vorläufig gar nicht nach Washington, sondern bleibt mit dem zehnjährigen Sohn Barron im Penthouse ihres New Yorker Wolkenkratzers. Offiziell heißt es, der Viertklässler solle das Schuljahr beenden. Folglich würden die beiden frühestens im Juni, ein halbes Jahr nach der Amtseinführung, in die Hauptstadt übersiedeln. Damit wird Melania die erste First Lady seit Anna Harrison sein, die – zumindest vorübergehend – auf ein Leben im Weißen Haus verzichtet. Die Frau des 9. US-Präsidenten William Henry Harrisons Frau blieb 1841 nach der Amtseinführung ihres Mannes krankheitsbedingt in Ohio und betrat das Weiße Haus nie, da ihr Mann nur vier Wochen später starb.

Die Beweggründe der Trumps sind profaner. Fraglos ist das Privatquartier der First Family im Weißen Haus durchaus eines Präsidenten würdig. Doch es ist nicht zu vergleichen mit dem dreistöckigen Penthouse an der Fifth Avenue. Kritik daran scheint weder Melania noch ihren Mann zu interessieren. Auch er will nämlich die Wochenenden in seinem Privatheim in Manhattan verbringen, das jetzt schon „White House Nord“ genannt wird.

Peter DeThier

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Erstellt:
22. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. November 2016, 06:00 Uhr

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