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Melinda und Melinda

Alter schützt vor Weisheit nicht: Woody Allen lässt der Liebe alle Facetten.

Alter schützt vor Weisheit nicht: Woody Allen lässt der Liebe alle Facetten.

MELINDA AND MELINDA
USA

Regie: Woody Allen
Mit: Chiwetel Ejiofor, Will Ferrell, Jonny Lee Miller, Radha Michell, Amanda Peet, Chloë Sevigny

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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24.11.2015
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Einerlei, könnte man meinen, ist auch Woody Allen das Schicksal seiner Titelheldin, denn er bietet es in zwei grundverschiedenen Versionen an. Gleich ist nur die Ausgangslage: Eine Frau (Radha Mitchell) soll nach einer gescheiterten Beziehung inklusive Selbstmordversuch von Freunden und Bekannten wieder aufgepäppelt, sprich: mit einer neuen Liebe versorgt werden, wofür eine ganze Reihe von Kandidaten Schlange steht.

Angelegt ist das Ganze als Spiel. Zwei Bühnenautoren streiten am Stammtisch, ob die Komödie oder die Tragödie der menschlichen Natur besser gerecht wird, und entwerfen zur Beweisführung eine eher lustige und eine eher traurige Melinda-Geschichte. Einer Kneipendebatte entsprechend sind die beiden meist ohne klare Zäsuren parallel erzählten Episoden recht skizzenhaft gehalten, doch wie sie ineinander greifen, sich belauern und umtänzeln, einander ergänzen und wieder in Frage stellen – das verrät das Können und die cinephile Eleganz eines wahrhaft alten Meisters.

Wobei Woody nicht er selbst wäre, wenn nicht die Großstadt-Neurosen der Mannsbilder mit der Zeit prägnanter ausfielen als Melindas Liebesleid und -freud. Allen voran glänzt da Tollpatsch Will Ferrell als ein um 30 Jahre verjüngtes Allen-Alter-ego. Und der Nutzwert der Geschicht‘? Dass ein Leben, in dem die komischen, tragischen und glücklichen Momente nicht gerecht verteilt sind, wohl eine recht öde Angelegenheit ist. Also Kopf hoch, ihr da mit dem Sommer-Liebeskummer.

Spielplan

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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11.07.2005

12:00 Uhr

Steve McQueen schrieb:

Die Gegenüberstellung von Tragödie und Komödie hat durchaus ihre Reize. Dennoch sind beide Stränge für sich genommen reichlich unspektakulär, vielleicht sogar langweilig. Will Ferrell bekommt für seine Darstellung einen Extrapunkt, ansonsten: Solide, aber nicht herausragend.



08.07.2005

12:00 Uhr

Siggi schrieb:

Schwach!



06.07.2005

12:00 Uhr

Marcel schrieb:

Die Geschichte(n) dieser New-Yorker Künstlerschickeria gehen mir inzwischen ganz schön auf die Nerven. Die -meistens gehaltlosen - Dialoge plätschern so dahin und gehört und gesehen hat man das wohl schon zig Mal - und besser. Reizvoll ist die Verschlungenheit und das Verwobensein der beiden Parallelgeschichten ineinander, aber das war es dann auch. Zu empfehlen . vielleicht für einen verregneten Fernsehabend zu Hause. Übrigens habe ich kein einziges Mal gelacht oder geschmunzelt....



28.06.2005

12:00 Uhr

Tim Rotbarbe schrieb:

Woody Allen zeigt mal wieder allen wo der Bartel den Moscht holt. Mit unfehlbarer Mimik artikuliert er Wörter, die dem Wortschatz eines mindestens Mittelschülers, wenn nicht gar Abiturienten entstprungen sind. z.B. Kopulation - Sensationell Intellektuell !



21.06.2005

12:00 Uhr

Leon schrieb:

Will Ferrell rules!
"Live from New York -- it's Saturday Night!"



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