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Gewalt

Messerattacke: Verdächtige in Haft

Polizei nimmt Ehemann und Bruder der angegriffenen 17-Jährigen fest. Letzterer ist in einem Terrorprozess angeklagt.

02.03.2018
  • SAMIRA EISELE

Laupheim. Die Polizei hat zwei Männer festgenommen. Sie sollen am Dienstagabend in Laupheim (Kreis Biberach) eine 17-Jährige lebensgefährlich verletzt haben. Die Verdächtigen sind der Ehemann und der Bruder der jungen Frau. Ihre Flucht endete am Mittwoch am Schweinfurter Bahnhof. Polizei und Staatsanwaltschaft teilten gestern mit, dass der 34-jährige Syrer und der 20-jährige Libyer im Zug von Bundespolizisten kontrolliert worden waren.

Der 34-Jährige, der mit der Frau in einer islamischen, nach deutschem Recht nicht legalen Ehe lebte, und der Bruder der jungen Frau sollen die 17-Jährige angegriffen haben. Sie wurde mit einem Messerstich in den Oberkörper verletzt. Mittlerweile ist sie außer Lebensgefahr.

Beteiligung eingeräumt

Die 17-Jährige sei in der elterlichen Wohnung in Laupheim auf die beiden Männer getroffen, sagt Uwe Krause vom Polizeipräsidium Ulm auf Nachfrage. Das Tatmotiv sei in Beziehungsproblemen zu suchen. Details der Tat sind laut dem Polizeisprecher Gegenstand der Ermittlungen. Die Ulmer Kriminalpolizei vernahm die Verdächtigen bis tief in die Nacht. Gestern wurden die Männer dem Haftrichter vorgeführt und in Justizvollzugseinrichtungen gebracht. In den Vernehmungen habe der Bruder der jungen Frau jedoch seine Beteiligung an der Tat eingeräumt, auch der Verdacht gegen den Ehemann habe sich erhärtet. Ob sich auch die Eltern der 17-Jährigen, die zur Tatzeit ebenfalls in der Wohnung waren, strafbar gemacht haben, werde noch untersucht, erklärt Jan Holzner von der Staatsanwaltschaft Stuttgart.

Holzner bestätigt auch: Der Bruder der Verletzten ist dem islamistischen Spektrum zuzuordnen. Gegen ihn läuft ein Verfahren vor dem Amtsgericht Biberach wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und uneidlicher Falschaussage. Erst am Montag war der 20-Jährige aus der Untersuchungshaft in Stammheim entlassen worden, um die Zeit bis zum nächsten Verhandlungstag (12. März) bei seinen Eltern in Laupheim verbringen zu können. Dem 20-Jährigen wird vorgeworfen, einem 22-Jährigen Syrer bei den Vorbereitungen eines geplanten Selbstmordattentats in Kopenhagen geholfen zu haben und im Prozess gegen den mittlerweile verurteilten Asylbewerber gelogen zu haben. Samira Eisele

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02.03.2018, 06:00 Uhr

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