Metropolregion Rhein-Neckar als erfolgreicher Wirtschaftsstandort

30.01.2018

Bild: ©istock.com/aldorado10

Großstädte sind in der Regel auch der Standort vieler Unternehmen und wahre Hochburgen der Wirtschaft. Dabei gilt nicht grundsätzlich, dass es hinter den Stadtgrenzen keinerlei Unternehmen mehr gibt. In sogenannten Metropolregionen, die um große, einflussreiche Städte liegen, treten vermehrt Unternehmen auf, welche die günstige Infrastruktur des Ballungszentrums ebenso nutzen wie die günstigeren Preise für Grundstücks- oder Gebäudemieten. Auch die Rhein-Neckar-Region ist eine solche Metropolregion. Das besondere an ihr ist, dass gleich mehrere wirtschaftsstarke Großstädte leicht erreichbar sind, unter anderem gehören Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen dazu. Darüber hinaus erstreckt sich die Metropolregion Rhein-Neckar über drei Bundesländer, nämlich Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Die Metropolregion darf also keinesfalls mit Rhein-Neckar-Kreis verwechselt werden. Dabei handelt es sich bekanntlich um einen Landkreis in Baden-Württemberg.

Faktoren für die Attraktivität des Standorts

Geografisch gesehen liegt die Region besonders vielversprechend für viele Unternehmer. Viele deutsche Großstädte liegen in unmittelbarer Nähe. Allerdings sind auch Transportwege nach Frankreich und in die Benelux-Staaten nicht weit. Dieses Potential haben etwa 146.000 Unternehmen erkannt, welche in der Metropolregion Rhein-Neckar angesiedelt sind. Darunter sind viele kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch Großkonzerne wie BASF, SAP oder Roche. Da viele der Unternehmen in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Chemie, Informationstechnologie und Energie tätig sind, wird in der Region auch viel geforscht. Daher profitieren auch Universitäten und Fachhochschulen von der starken Wirtschaft, denn viele Absolventen können in Zusammenarbeit mit starken Unternehmen wertvolle Erfahrungen sammeln. Die Unternehmen profitieren natürlich ebenso von einem stetigen Zulauf neuer Talente.

Erfolgsrezept Internationalität

Ein großer Faktor für den Erfolg der Region ist die internationale Vernetzung. Damit sind nicht nur die direkten Nachbarländer Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande gemeint, sondern auch viele weitere Länder, in welche die hierzulande entwickelten Produkte ins Ausland verkauft. Dies geschieht zielgerichtet und mit einem klaren Fokus auf den Faktor Professionalität. Dabei legen die Unternehmen Professionalität nicht nur bei der Konzipierung ihrer Produkte an den Tag, sondern auch bei der Vermarktung im Ausland wird nichts dem Zufall überlassen. Wird beispielsweise Marketingmaterial in einer anderen Sprache benötigt, setzen die Unternehmen auf Lektorat und Korrektorat durch muttersprachliche Übersetzer. Denn nur fehlerfreie Übersetzungen kommen beim potentiellen Kunden gut an. Wie wichtig professionelles Marketing ist, ist in der Metropolregion Rhein-Neckar allgemein bekannt.

Ein kleiner Schönheitsfehler der internationalen Anbindung der Region ist das Fehlen eines großen Flughafens. Dieses Manko scheint allerdings nur auf dem Papier zu existieren, denn die Anbindung an den Frankfurter Flughafen ist sehr günstig und mit diesem konkurrieren zu wollen, wäre ein utopisches Unterfangen. Schließlich ist der Fraport der größte deutsche Flughafen.

Ausblick

Durch gezielte Regionalentwicklungsarbeit möchte die Region bis zum Jahr 2025 zu einer der attraktivsten Wirtschaftsregionen Europas aufsteigen und als solche auch bekannt sein. Derzeit ist die Region die siebtgrößte der insgesamt elf Metropolregionen in Deutschland. Die Maßnahmen dazu erstrecken sich vom Ausbau erneuerbarer Energien bis hin zur Förderung des Ehrenamtes in der Region. Dadurch verspricht sich die Metropolregion wirtschaftlich noch stärker und auf Dauer konkurrenzfähiger zu werden. Die Ziele sind ehrgeizig, das Potential ist groß. Daher wird es spannend zu beobachten, inwiefern die Region den Aufstieg in den nächsten sieben Jahren schafft.

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Erstellt:
30. Januar 2018, 10:16 Uhr
Aktualisiert:
30. Januar 2018, 10:16 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2018, 10:16 Uhr

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