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Michael Jackson, die Urzeit-Krabbe
Der Urzeit-Borstenwurm „kalloprion kilmisteri“. Foto: dpa
Ausstellung

Michael Jackson, die Urzeit-Krabbe

Das Naturkundemuseum Chemnitz zeigt Fossilien, die ihren Namen Rockmusikern verdanken.

11.11.2016
  • DPA

Chemnitz. Was harte Gitarrenriffs und Fossilien wie der Borstenwurm „Kalloprion kilmisteri“ miteinander zu tun haben, verrät eine Sonderschau im Chemnitzer Naturkundemuseum. Unter dem Titel „Rock Fossils“ zeigen die Ausstellungsmacher von morgen an, dass viele Naturwissenschaftler musikalisch die härtere Gangart bevorzugen – und neu entdeckten Arten daher gern Namen von Rockmusikern geben.

So wurde der vor gut 400 Millionen Jahre lebende Wurm von seinem Entdecker nach Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister benannt und ist so das älteste nach einem Musiker benannte Fossil. „Manchmal haben die Wissenschaftler während der Arbeit an den Fossilen eine bestimmte Band gehört oder sie machen sogar selbst Musik“, sagt Thorid Zierold vom Naturkundemuseum.

Bei der einzigen fossilen Vogel-Art, die nach einem Musiker benannt ist – „Qiliania graffini“ – stand Greg Graffin für das kreidezeitliche Tier Pate. Der Frontmann von Bad Religion ist aber nicht nur Punkrocker, sondern auch Evolutionsbiologe, wie Achim Reisdorf vom Geologisch-Paläontologischen Institut Basel erläutert. „In diesem Beispiel vereinen sich Wissenschaft, Musik und Fossil“, begeistert sich der Paläontologe und Musikfan.

Die Wanderausstellung entstand ursprünglich in Dänemark. Das verbindende Element der Initiatoren sei die Liebe zum Heavy Metal gewesen. Reisdorf wiederum wurde durch ein eigenes Musikprojekt auf die fossilen Rockstars aufmerksam. Erst holte er die Metal-Paläontologie-Schau in die Schweiz und vermittelte sie jetzt nach Sachsen. Bis 18. April 2017 zeigt die Ausstellung insgesamt 50 Fossilien, die vor standesgemäß schwarz gestrichenen Wänden präsentiert werden. Darunter sind ein nach Mick Jagger benanntes Urflusspferd, Gruselwürmer benannt nach der dänischen Metal-Legende King Diamond und eine Michael-Jackson-Krabbe. dpa

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11.11.2016, 06:00 Uhr

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