Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Stadt muss viel investieren

Michael Lucke sprach im Gesamtelternbeirat die großen Schul-Baustellen an

Die Stadt als Schulträgerin hat momentan viele Baustellen – im übertragenen wie im realen Sinn. Das erklärte Michael Lucke, der für Finanzen und Schulen zuständige Erste Bürgermeister, jetzt dem Gesamtelternbeirat.

14.12.2012
  • Ute Kaiser

Tübingen. Michael Lucke nannte seinen Bericht einen „Blick in die Werkstatt“. Aus seiner Sicht gab es noch kein Jahr mit derart vielen Vorhaben. Als einen Grund dafür nannte er am Mittwochabend in der Uhlandstraßen-Aula den Wechsel der Landesregierung. Der habe „an vielen Stellen Spielräume eröffnet“.

Die Schulentwicklung, an der die Verwaltung mit Hochdruck arbeitet, sei nur zu machen, „wenn der Gemeinderat bereit ist, viel Geld in die Hand zu nehmen“, sagte Lucke. Am kommenden Montag wird der Haushalt eingebracht. Die Rede war von rund 30 Millionen Euro bis 2016 allein für Schulbauten. Weil die Summe wohl nicht reicht, rechnet Lucke mit weiteren zwölf Millionen.

13 neue Personalstellen hat die Stadt schon geschaffen, darunter auch fünfeinviertel für die Sozialarbeit an Schulen, die das Land jetzt wieder fördert. Tübingen ist die „einzige Stadt in Baden-Württemberg“, so Lucke, in der es an den drei Gemeinschaftsschulen je eine halbe Stelle für Jugendheimerzieher/innen gibt. Sie unterstützen die Fünftklässler/innen beim Start in der weiterführenden Schule. Die Stadt will, „dass die Schulart ein Erfolg wird“.

Zu den „großen Brocken“, von denen der Rathaus-Vize sprach, gehört die Planung für die Schulen in der Südstadt (wir berichteten mehrfach). Am vergangenen Wochenende hat es dazu erneut einen Workshop gegeben. Eine der offenen Fragen bleibt, wie die Essensversorgung an der Französischen Schule geregelt werden soll – ob in einer Mensa oder in der Aula. „Das muss der Gemeinderat entscheiden“, sagte Lucke. Es geht um „einen siebenstelligen Betrag“.

Ebenso ungeklärt ist, wo der 2016 erwartete neunte Grundschul-Zug in der Südstadt einmal angesiedelt wird. Lucke nannte zwei Überlegungen: entweder als zweiten Zug an der Ludwig-Krapf-Schule in Derendingen oder als einzügige Grundschule im Anbau der Mörikeschule. Die nahe Grundschule am Hechinger Eck hat dafür keinen Platz. Bei ihr ist die Frage, ob sie sich weiter im angestammten Gebäude ausbreiten kann oder ob es einen Anbau gibt. Der Einzug von Ganztagsbetreuung und Essensversorgung ins leerstehende Autohaus verzögert sich. Ursprünglich für Herbst oder spätestens Jahresende angekündigt, wird es wohl März werden. Das Ausweichquartier soll dann bis 2017 genutzt werden.

Stadt wird künftig Schulkinder abweisen

Das Schulgesetz lässt der Stadt keine Wahl. Weil die Französische Schule Gemeinschaftsschule ist, hat auch deren Grundschule keinen Schulbezirk mehr. Kinder, die in der Nähe wohnen, können auf eine andere Grundschule gehen. Andererseits können Schüler/innen aus anderen Vierteln und sogar Gemeinden sich für diese neue Schulart entscheiden. Vom kommenden Jahr an, so Lucke, „wird die Stadt lenken müssen“. Das heißt beispielsweise: Schüler/innen aus Gemeinden wie Ammerbuch mit eigener Gemeinschaftsschule werden abgewiesen.

Fraglich ist auch, wie viele Züge es an den weiterführenden Schulen der Stadt neben den Gymnasien geben soll. Derzeit sind es zwölf von der Gemeinschaftsschule an der Geschwister-Scholl-Schule bis hin zur Walter-Erbe-Realschule. An der Gemeinschaftsschule West, so Lucke, „würden vier Züge reichen“. Bisher war dagegen stets von fünf Parallelklassen pro Jahrgang die Rede. Die forderte auch ein Elternvertreter ein. Dieses Thema soll in „einem offenen Prozess“ mit allen Beteiligten „intensiv diskutiert werden“, wie Lucke sagte. Er würdigte gleich eingangs die „kritische Öffentlichkeit“ Tübingens.

Die Wahl des Vorstands kostete den Gesamtelternbeirat am Dienstag kaum Zeit. Denn die Amtsinhaber/innen kandidierten wieder. Die Elternvertreter/innen bestätigten den Vorsitzenden Rainer Drake, der auch Elternbeiratsvorsitzender der Französischen Schule ist. Sein Stellvertreter bleibt Thomas Fischer. Eine letzte Wahlperiode lang wird sich Jacqueline Beltz-Hülsmann um die Kasse kümmern. Auch Schriftführerin Carolin Petry trat nochmal an. Alle wurden einstimmig auf ein Jahr gewählt.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

14.12.2012, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball