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Milch wird wieder teurer
Mehr als nur ein Tropfen auf den heißen Stein: Der Preis für Milch steigt deutlich. Foto: dpa
Lebensmittel

Milch wird wieder teurer

Aldi geht bei den großen Discountern mit einer Preisanhebung um bis zu 40 Prozent voran.

04.11.2016
  • DPA

Düsseldorf. Milch und eine Reihe von Milchprodukten werden deutlich teurer. Die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd hoben die Preise für Frischmilch und H-Milch der untersten Preislage um mehr als 40 Prozent an. Die Preise stiegen bei den beiden Schwesterunternehmen in der Spitze um 19 Cent für frische Vollmilch, die jetzt 65 Cent je Liter kostet. Fettarme Frischmilch wurde um 18 auf 60 Cent je Liter angehoben, knapp 43 Prozent mehr. Fettarme H-Milch verteuerte sich ebenfalls von 42 auf 60 Cent. Damit fiel der Anstieg bei Milch stärker aus als erwartet.

Aldi Nord und Aldi Süd hoben auch die Preise für Speisequark (Magerstufe, 500 Gramm) von 55 auf 79 Cent und die Schlagsahne (200 Gramm) von 30 Cent auf 45 Cent an. Aldi Süd begründete die kräftigen Preisanhebungen mit der Marktentwicklung.

Der Milchindustrie-Verband meint, die Milchmenge in Europa sei saisonal bedingt niedriger, auch auf dem Weltmarkt sei das Aufkommen gesunken. Hinzu sei der Aufkauf von Magermilchpulver durch die EU gekommen. Dem stünden stabile Absätze von Milchprodukten bei Verbrauchern und Industrie gegenüber.

Mit den Preiserhöhungen im deutschen Einzelhandel werde jetzt nur wieder das Niveau erreicht, das vor den umfangreichen Preissenkungen bestanden habe, schreibt der Verband. „Über einen langen Zeitraum sind die Preise auf ein sehr niedriges Niveau gesunken.“ Käse und Butter waren bereits in den vergangenen Monaten teurer geworden.

Der Beginn des Monats November ist ein wichtiger Stichtag für Molkereien und Handelskonzerne. Traditionell treten dann neue Halbjahresverträge für Milch und eine Reihe von Milchprodukten in den unteren Preislagen in Kraft. An den Aldi-Preisen orientieren sich üblicherweise auch die Supermarkt-Riesen. Daher wird erwartet, dass weitere große Lebensmittelhändler mitziehen werden.

Niedrige Preise belasten seit Monaten die Milchbauern. Eine Ursache ist ein Überangebot. Bund und EU hatten daher Finanzhilfen zugesagt. dpa

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04.11.2016, 06:00 Uhr

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