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Auch Kultur und Frauen sollen davon profitieren

Minister Alexander Bonde stellte gestern in Rottenburg die neue Förderung der Regionalentwicklung dar

Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, war gestern in Rottenburg, um die neue Marschrichtung der grün-roten Landesregierung bei der Regionalentwicklung anzugeben.

02.10.2012
  • Ulrich Eisele

Rottenburg. Rund 170 Vertreter/innen von Verbänden, Kommunen und Kreisen, Banken und Institutionen kamen gestern in der Rottenburger Festhalle zusammen, um mehr über das LEADER-Programm („Liaison entre actions de développement de l´économie rurale“) zu erfahren. Ein EU-Programm, mit dem innovative Entwicklungen im Ländlichen Raum gefördert werden.

Das Besondere daran ist, dass die Projektideen vor Ort entwickelt werden und dort zugleich auch über die Höhe der Förderzuschüsse entscheiden wird – von so genannten LEADER-Aktionsgruppen. Aus den Fördermitteln werden beispielsweise das Projekt Plenum Schwäbische Alb im Kreis Reutlingen oder das Projekt „Leben im Dorf“ im Zollernalbkreis unterstützt. Insgesamt standen Baden-Württemberg im Förderzeitraum 2007 bis 2013 31,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Nun beginnt eine neuer Förderperiode (2014 bis 2021), in der die Landesregierung neue Akzente setzen möchte. Es sei erklärtes Ziel der grün-roten Landesregierung, die Bürgerbeteiligung und -teilhabe zu stärken, sagte Minister Bonde. Bisher werden die Projekte von Gruppen initiiert, die eng mit den Landratsämtern zusammenarbeiten. Künftig sollen vermehrt auch „Akteure der Zivilgesellschaft“ zum Zug kommen.

Und es solle mehr Gestaltungsräume geben. „Das Förderspektrum, zum Beispiel im Kulturbereich, im Bereich der Dorfentwicklung, des Tourismus, der Gestaltung des demographischen Wandels oder der Gewerbeförderung wird deutlich erweitert“, sagte der Minister. Einen besonderen Schwerpunkt will das Ministerium auf die Förderung innovativer Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum legen.

Öffnen für neue Projekte und Gruppen

Bestehende Projekte könnten nicht davon ausgehen, dass sie automatisch weiter gefördert werden, sagte Bonde. Die grün-rote Landesregierung will die LEADER-Förderung auch für neue Gruppen und Projekte öffnen. Diesem Ziel dienen auch solche Informationsveranstaltungen wie die gestern in Rottenburg, die den Auftakt für eine Reihe weiterer Veranstaltungen bildete.

Die Architektur der EU-Förderung für den Ländlichen Raum und deren Prinzipien schilderte Antonia Lütteken, Brüssel, in einem Vortrag. Heinrich Güntner, Vorsitzender der LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben gab Beispiele dafür, wie die Förderung in der Praxis wirkt. Nachmittags beriet Thomas Ade von der Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume, wie man sich am besten auf eine Bewerbung zur Aufnahme in das Programm vorbereitet.

Auffallend wenige Teilnehmer aus dem Kreis Tübingen kamen zu der Informationsveranstaltung. Außer Vertretern des Regierungspräsidiums waren nur Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher als Gastgeber, Klaus Gräff von der Transition-Initiative Tübingen und der grüne Kreisrat Jürgen Hirning mit dabei. Letzterer meinte, der Kreis habe es bisher – im Gegensatz zu den Nachbarkreisen – versäumt, eigene Förderprojekte zu kreieren.

Minister Alexander Bonde stellte gestern in Rottenburg die neue Förderung der Regionalentwicklung
Im Foyer der Festhalle hatten LEADER-Regionalgruppen eine kleine Messe aufgebaut, um über ihre Arbeit zu informieren. Vorn Minister Alexander Bonde mit Markus Münch, dem Leiter der LEADER-Geschäftsstelle Balingen. Bild: Eisele

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02.10.2012, 12:00 Uhr

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