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Ministerium beanstandet jede achte Probe
In Modeschmuck kann Nickel enthalten sein. Foto: © rilueda/Fotolia.com
Verbraucherschutz

Ministerium beanstandet jede achte Probe

Das Bundesamt für Verbraucherschutz hat insgesamt tausende Proben auf bedenkliche Inhalte untersucht - und ist fündig geworden.

24.11.2015
  • ANTONIA LANGE, DPA

Von Modeschmuck über Leder bis hin zu Honig und Fisch: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) kontrolliert regelmäßig bestimmte Produktgruppen. Im vergangenen Jahr untersuchten die Kontrolleure rund 382 000 Proben - und mussten 12 Prozent davon beanstanden.

Honig Nach Angaben des Bundesministeriums isst jeder Deutsche im Schnitt ein Kilogramm Honig im Jahr. Allerdings kann er Pflanzengifte - so genannte Pyrrolizidinalkaloide (PA) - enthalten. In 46,4 Prozent der Proben fanden die Kontrolleure einen Gehalt zwischen 1 und 20 Mikrogramm pro Kilo, in fast 10 Prozent sogar mehr. „Deutscher und europäischer Honig ist gering belastet“, betont der Vorsitzende der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz, Michael Kühne.

Geflügelfleisch Antibiotika wirken immer häufiger nicht, weil Bakterien dagegen resistent werden. Ein Grund ist übermäßiger Einsatz in der Tierhaltung. Das BVL testete 125 Proben von Hähnchen und 84 von Pute auf entsprechende Rückstände. Die gute Nachricht: Der nachweisbare Antibiotikagehalt lag in der Regel deutlich unter den zulässigen Höchstmengen.

Fisch Ein Problem sind auch Antibiotika in Fischen aus Farmen außerhalb der EU. „Die meisten Fische aus Aquakulturen stammen aus Asien“, sagt BVL-Abteilungsleiter Gerd Fricke. Dort sei der Antibiotikaeinsatz nicht so streng reglementiert wie in der EU. Von 158 Proben aus Aquakulturen wurden aber nur sechs beanstandet.

Leder Ob Handschuhe, Rucksäcke oder Schuhe - Lederprodukte können bei Hautkontakt Allergien auslösen. Das ist dann der Fall, wenn so genanntes sechswertiges Chrom (Chrom VI) enthalten ist, das über bestimmte Gerbverfahren hineingelangt. 2014 überschritten bei den BVL-Messungen 16 Prozent der Produkte die Nachweisgrenze.

Modeschmuck Viele Menschen reagieren allergisch, wenn sie mit Gegenständen in Kontakt kommen, die Nickel abgeben. Dazu gehört auch Modeschmuck. Gut jeder sechste Stecker enthält nach BVL-Angaben zu viel Nickel. Damit ist der Anteil in den vergangenen Jahren gestiegen.

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24.11.2015, 08:30 Uhr | geändert: 24.11.2015, 06:01 Uhr

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