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Kraftwerke der Gesellschaft

Ministerpräsident Kretschmann lobt die Stadtwerke

Stadtwerke sind „wichtige Bausteine bei der Energiewende“, aber auch beim Zusammenhalt der Gesellschaft in einer Kommune. Das sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Montagabend beim Festakt zum 150-jährigen Bestehen der Stadtwerke Tübingen (SWT).

24.10.2012
  • Gernot Stegert

Tübingen. Der Regierungschef von Baden-Württemberg und derzeitige Bundesratspräsident war der Festredner beim Jubiläumsfest mit fast 1000 geladenen Gästen in der Neuen Aula der Universität. Der Grünen-Politiker nutzte den Anlass auch zur Kritik an der schwarz-gelben Bundesregierung, die bei der Energiewende auf Großprojekte setzt: „Die Energiewende selbst ist ein Großprojekt, das aber selbst nicht aus zentralen, sondern dezentralen Anlagen bestehen muss.“ Dafür seien die Stadtwerke wichtige Partner, das sei ihre Chance. „Tübingen ist diesen Weg beispielhaft schon früh gegangen“, lobte der Ministerpräsident.

Kretschmann betonte auch die Rolle der Stadtwerke im Alltag der Bürger, indem sie für Wärme, Strom, Bäder, Busse und vieles mehr sorgen. Zugleich seien sie als Sponsor für Sport und Kultur unverzichtbar: „Davon profitiert die ganze Bürgerschaft.“ Sein Fazit: „Stadtwerke sind eine eierlegende Wollmilchsau.“

In der anschließenden Gesprächsrunde stieß Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der SWT ist, ins gleiche Horn: „Stadtwerke sind auch eine Bürgergesellschaft.“ Und sie seien für ihn ein Grund in Tübingen zu bleiben: „Tübingen ist groß genug für Stadtwerke und eine Universität. Hier kann man etwas bewegen. Deshalb will ich auch hierbleiben.“ Palmer will die SWT vor allem bei der Windkraft voranbringen.

Universitätskanzler Andreas Rothfuß berichtete von sehr guten Beziehungen zu den Stadtwerken – als Großkunde und als Empfänger: „Unser Kulturreferat könnte nicht bestehen ohne die Sponsorentätigkeit der Stadtwerke.“

„Wir sehen uns als kommunales Unternehmen und unterstützen daher die Kultur, den Sport und die Universität“, formulierte SWT-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke das Selbstverständnis. Dieses zeigte sich auch im Rahmenprogramm des Festakts: Drei Mal spielte das Tübinger Kammerorchester. Und in den Fluren wurde noch bis in die Nacht zu Livemusik gefeiert.

Ministerpräsident Kretschmann lobt die Stadtwerke
Die Stadtwerke Tübingen feierten ihr 150-jähriges Bestehen in der Neuen Aula mit (von links) Uni-Kanzler Andreas Rothfuß, Alt-OB Eugen Schmid, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Geschäftsführer Achim Kötzle, Geschäftsführer Ortwin Wiebecke, OB Boris Palmer und Geschäftsführer Wilfried Kannenberg.Bild: Metz

Ausgangspunkt der Tübinger Stadtwerke war eine Unterschriftensammlung von 40 Universitätsprofessoren, die Gas forderten. Der Tübinger Gemeinderat beschloss dies im November 1861. Nicht einmal ein Jahr später wurde ein Gaswerk in Betrieb genommen. Es war der Anfang der Stadtwerke. Ein weiterer Meilenstein der Geschichte war das Wasserkraftwerk an der Brückenstraße, durch das erst die Plataneninsel und mehr entstanden.
Das Jubiläum feierten die SWT dieses Jahr mit der Kampagne „Wir wirken mit“, einer Wanderausstellung, einem Tag der offenen Tür, Mitarbeiterfest, Spendenlauf, Kinderspielplatz und dem Festakt am Montagabend.

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24.10.2012, 12:00 Uhr

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