Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Mit 85 Jahren auf das Dach der Welt
Er will seinen Rekord zurück: Min Bahadur Sherchan. Foto: dpa
Mount Everest-Besteigung

Mit 85 Jahren auf das Dach der Welt

Der Nepalese Min Bahadur Sherchan will wieder der älteste Bezwinger des Mount Everests werden.

04.04.2017
  • DPA

Kathmandu. Im Alter kürzer treten? Nicht der 16-fache Großvater Min Bahadur Sherchan aus Nepal. Er will trotz seiner 85 Jahre einen Titel zurückgewinnen, den er schon einmal hatte, 2013 aber an einen Konkurrenten verlor. Er will wieder der älteste Mensch werden, der den höchsten Berg der Welt erklimmt, den 8848 Meter hohen Mount Everest.

„Ich möchte den Everest besteigen und damit Menschen inspirieren, die große Träume haben“, sagt Sherchan. „Meine Besteigung wird zeigen, dass Alter nicht davon abhalten muss, große Ziele zu erreichen.“

Im Jahr 2008 hatte sich Sherchan mit 76 Jahren den Rekord erkämpft. 2013 aber nahm der damals 80-jährige Japaner Yuichiro Miura ihm die Krone des ältesten Everest-Bezwingers ab.

Sherchan hatte ebenfalls 2013 den Aufstieg versucht, um den Titel zu behalten, musste wegen Krankheit und schlechtem Wetter jedoch aufgeben. 2015 verhinderte das schwere Erdbeben, bei dem mehr als 9000 Menschen starben, seinen zweiten Versuch.

Bei seinem dritten Versuch soll alles besser werden. Ein halbes Dutzend Spender hat Geld zugesagt. Denn wenn Sherchan spätestens Mitte April aufbricht, sollen ihn sechs Sherpas begleiten und unterstützen.

„Er ist in guter Verfassung“, sagt Shiva Sapkota, der das Team auf den Everest führen soll. „Aber er hat sich seit seinem letzten Versuch im Jahr 2015 nicht mehr in großen Höhen aufgehalten.“ Das Team werde deshalb zunächst nach Muktinath reisen, das auf rund 3700 Höhenmetern liegt, „um ihn auf die Höhe vorzubereiten“.

Um den 85-Jährigen nicht zu überlasten, will die Gruppe von der auf dem Everest üblichen Strategie abweichen. Anstatt vom Basislager mehrere Wege zu höheren Lagern und wieder zurück zu machen, um sich an die Höhe zu gewöhnen, will die Gruppe im Basislager oder in einem einen Aufstieg darüber gelegenen Lager auf passendes Wetter warten. Sapkota: „Sobald sich ein günstiges Wetterfenster öffnet, versuchen wir von dort den Aufstieg.“

„Wenn ich den Gipfel nochmal erreiche, wird das eine weltweite Sensation“, sagt Sherchan. Sollte dies gelingen, werde er den Ruhm teilen, verspricht er. Sein Plan: Auf 8848 Metern mit Fotos von Nepals Premierminister Pushpa Kamal Dahal, Nepals erster Präsidentin Bidhya Devi Bhandari und der britischen Königin Elizabeth II. zu posieren.

Etwa 700 Menschen haben 2016 den Aufstieg auf das Dach der Welt versucht. Knapp 300 von ihnen mussten aufgeben, bevor sie den Gipfel erreichten. Drei Inder, eine Australierin und ein Niederländer verloren 2016 auf dem Everest ihr Leben. dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

04.04.2017, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball