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Kommentar zur chinesischen Industriepolitik

Mit Bedacht platziert

Der Alarm, den die Merics-Studie zu Chinas Industriepolitik schlägt, ist mit Bedacht in eine Zeit platziert, da sich verstärkt Unbehagen angesichts der Einkaufstour aus Fernost regt. Da ist schnell vom Ausverkauf deutschen Knowhows die Rede, der längerfristig Wachstumschancen kosteten.

15.12.2016
  • Helmut Schneider

Zunächst ist das Gegenteil festzuhalten: Ohne den riesigen chinesischen Markt stünde die deutsche Wirtschaft nicht auf einem in Europa beneideten Platz an der Sonne. Dass die staatskapitalistischen Chinesen in erster Linie an westlichem Knowhow interessiert sind, ist nichts Neues. Woran sollten sie sonst interessiert sein?

Wenn deutsche Firmen einen Investor suchen, dann verfolgen sie genauso eigene Interessen: Wer am meisten bezahlt und die beste Perspektive bietet, bekommt den Zuschlag.

Sollte die Politik dies unterbinden – und zwar nicht nur in sicherheitsrelevanten Bereichen, wo das bislang schon geschieht und zuletzt bei Aixtron geschehen ist? Das wird ernsthaft niemand verlangen. Es wäre ökonomisch ziemlich abwegig und würde mehr Wachstumschancen in Deutschland zunichte machen als dies jeder Technologie-Verkauf vermochte.

Was ist zu tun? Den Interessen Chinas kann nur Europa mit seinem Gewicht entgegentreten – am besten auch auf den eigenen Vorteil bedacht. Aber auch das kann nichts Neues sein.

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15.12.2016, 06:00 Uhr

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