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Slapstick und Seifenblasen

Mit Clown Rinaldo starteten die Kulturveranstaltungen

Schillern sie oder platzen sie? Seifenblasen stiegen am Sonntag im Entringer Bahnhof auf. Ein Sinnbild für die Pläne der Familie Tochtermann. Die möchte den Bahnhof zum Ort kultureller Faszination machen – und hofft, dass diese Träume nicht scheitern.

13.10.2010
  • WOLFGANG ALBERS

Entringen. Sonntagnachmittag, kurz vor 15 Uhr. „Wenigstens zehn Zuschauer sollten schon kommen“, seufzt Anke Tochtermann. Die Klappsitze im umgebauten Bahnhofsschuppen sind noch leer. Dabei haben sie und ihr Mann Frank allein 50 Plakate aufgehängt, zum Start ihrer Veranstaltungsreihe im Bahnhof.

Am Programm sollte es nicht liegen. Rinaldo kommt – diesen Clown-Namen hat sich der Karlsruher Reinhold Leppert gegeben. Der ist schon im Fernsehen gewesen und normalerweise mit einem 50-Sessel-Raum nicht zu finanzieren. Aber Rinaldo kommt auf Freundschaftsbasis. Die Familie kennt ihn noch aus ihrer Karlsruher Studienzeit, und Anke Tochtermann hat früher in seiner Agentur gearbeitet.

Dann, 15 Uhr ist schon knapp vorbei, kommen doch noch einige Eltern und viele Kinder. 25 Leute im Saal – da hat Rinaldo genug Personal für seine Show. Einem Jungen setzt er rotierende Bälle auf den Finger und den Kopf, einen anderen überzieht er mit einem Seifenblasentunnel, von anderen lässt er sich einen imaginären Ball zuwerfen – und holt den aus einer vorher leeren Tüte.

Ein bisschen Zauberei, Jonglage, Slapstick mit Keulen, dazu Lieder und Musik mit Wassergläsern, Seifenblasentricks – die Kinder hatten Spaß und etwas zu Schauen. Die Erwachsenen auch – für sie war Rinaldo am Abend noch einmal gebucht, und der Unterjesinger Winzer Klaus Teufel mit einer Weinverkostung dazu.

Solche Tage soll es öfter geben. Die Tochtermanns, die ja, wie berichtet, den Bahnhof gekauft und umgebaut haben, möchten eine kleine Kulturreihe etablieren. Filmabende etwa. Eine Leinwand ist installiert, und am Sonntag waren Besucher aufgefordert, Filmwünsche zu nennen.

„Mit was bekommen wir die Leute vom heimischen Sofa zu uns?“, fragt sich Anke Tochtermann. Im Zeitalter der DVDs ist das ja gar nicht so einfach. Ein Film soll vor Weihnachten auf jeden Fall laufen: die „Feuerzangenbowle“. „Mit dem entsprechenden Getränk“, sagt Frank Tochtermann.

Er könnte sich auch Klassik-Abende vorstellen. Ein Probemusizieren mit Cello und Geige hat auf jeden Fall vom Raum-Klang einen guten Eindruck gemacht. Momentan sind die Tochtermanns außerdem mit einem Entringer im Gespräch. Der hat etwas Besonderes und bekommt dafür den Raum als Ausstellungsfläche. Was es ist – verraten wird’s, wenn alles abgemacht ist. Auf jeden Fall: Der Bahnhof soll auch in Zukunft die Entringer locken.

Mit Clown Rinaldo starteten die Kulturveranstaltungen

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13.10.2010, 12:00 Uhr

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