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Schwanensee in Göttelfingen

Mit Eleganz und Leichtigkeit

Zum Ballettspielhaus hat sich die Korntalhalle am Wochenende verwandelt. Gäste aus nah und fern ließen sich von Tschaikowskis Schwanensee-Geschichte mit der unglücklich verzauberten Schwanenprinzessin, die nur wahre Liebe aus dem Fluch des bösen Zauberers erlösen kann, in ihren Bann ziehen.

17.12.2012
  • Diana Wally

Göttelfingen. Lilo und Melina Bender hatten sich mit ihren Elevinnen mit einem der bekanntesten Ballette der Welt wieder einer großen Herausforderung gestellt, welche die Nachwuchsballerinas mit Bravour gemeistert haben. Im ersten Akt feiert Prinz Siegfried – der zum ersten Mal seit Jahren wieder von einem Mann, nämlich Stefan Klausen, gemimt wurde – im Schlosspark seinen 21. Geburtstag. Die stolze Königsmutter (Theresa Hayer) kommt dazu und erinnert ihn an den Hofball am nächsten Tag und an die dort bevorstehende Brautwahl. Die kleinsten Ballerinas zeigten bei diesen Hoftänzen zur Freude des Publikums, was sie bereits alles gelernt haben. In melancholischer Stimmung sondert sich der Prinz ab. Als er viele weiße Schwäne am Himmel vorbeifliegen sieht, beschließt er, mit seiner neuen Armbrust auf die Jagd zu gehen.

Im zweiten Akt erscheinen am Ufer des Schwanensees im Mondlicht in der Nähe des Schlosses zauberhafte Schwanenmädchen, die aus dem Wasser treten und zu Tschaikowskis einfühlsamer Musik ihre Tänze darbieten. Der Prinz kommt dazu und will schon seine Armbrust zücken. Da tritt die Schwanenkönigin vor ihn und erzählt ihm, sie sei Prinzessin Odette (anmutig dargestellt von Nathalie Bächle) und vom Zauberer König Rotbart in einen Schwan verwandelt worden. Erlösen könne sie nur, wer ihr ewige Liebe schwört. Siegfried ist von ihrem Liebreiz und ihrer Grazie überwältigt und schwört ihr ewige Liebe und Treue. Das nicht nur Ballettliebhabern bekannte „Allegro moderato“ der vier kleinen Schwäne (Julia Grosche, Melanie und Vanessa Gruidl und Sophie Prokopp) sowie der einfühlsame Solotanz von Prinzessin Odette bildeten die Höhepunkte des zweiten Aktes.

In den Tänzen der vielen großen und kleinen Schwäne findet sich das Echo der Verzauberung der Liebenden, wobei Odette und der Prinz nicht bemerken, dass sie der abgrundtief böse Rotbart (einmal mehr perfekt dargestellt von Kathrin Gutekunst) belauscht hat. Beim Maskenball am nächsten Tag im Schloss soll Prinz Siegfried seine Braut wählen. Siegfried tanzt mit vier jungen Prinzessinnen, kann sich jedoch für keine entscheiden. Bei den Tänzen aus fernen Ländern glänzten stolze spanische Flamenco-Tänzerinnen, jugendliche Ballerinas mit einem feurigen ungarischen Csárdás und die kleinsten Elevinnen mit ihrer polnischen Mazurka. Dann wird mit Fanfaren überraschend ein edler fremder Gast angekündigt: der finstere Baron Rotbart mit Tochter Odile (gemimt von Sanja Stegerer), Odettes verführerisches, negatives Ebenbild. Prinz Siegfried glaubt fasziniert, seine geliebte Odette zu erkennen und verfällt der bösen Faszination der schwarzen Odile. Er tanzt mit ihr einen hinreißenden „Pas de deux“, hält um ihre Hand an und schwört ihr ebenfalls ewige Liebe und Treue. Rotbart und Odile verlassen frohlockend den Ballsaal, da erscheint die weiße Odette geisterhaft in der Ferne. Siegfried läuft verzweifelt zum See, als er den Irrtum bemerkt.

Im letzten Akt am See warten die Schwäne auf die Rückkehr ihrer Prinzessin. Sie berichtet ihnen, was sich zugetragen hat. Der Prinz erreicht den See und bittet Odette um Verzeihung, und sie vergibt ihm. König Rotbart erscheint, vom Zorn erfüllt, mit seiner Tochter und verkündet, dass Siegfried seinen Schwur erfüllen und Odile heiraten müsse. Odette ist voller Kummer und sinkt zwischen schwarzen und weißen Schwänen zu Boden. Wird sie für immer ein Schwan bleiben? Der tapfere Siegfried wagt den Zweikampf mit König Rotbart und reißt ihm einen seiner Flügel ab. Seiner Macht beraubt sinkt Rotbart nieder und stirbt. Wahre Liebe hat den bösen König bezwungen, und die Göttelfinger Inszenierung hat ein glückliches Ende. Die Sonne geht auf und wirft ihr strahlendes Licht auf Siegfried und Odette und auf all die anderen Schwanenmädchen, die nun vom Fluch befreit sind.

Besonders beeindruckend war das harmonische Zusammenspiel der kleinen und großen Künstlerinnen, die es bravourös verstanden haben, die schöne Musik tänzerisch in Szene zu setzen. Das begeisterte Publikum sparte nicht mit Applaus. Lilo Bender bedankte sich bei ihren Schülerinnen, Moderatorin Dorothea Burtscher sowie bei Rosa Pahl, Brigitte Breuling und Ingrid Vater für das Schneidern der Kostüme.

Mit Eleganz und Leichtigkeit
Tschaikowskis „Schwanensee“ in der Göttelfinger Inszenierung. Bilder: ana

Mit Eleganz und Leichtigkeit
Auch die kleinsten Balletttänzerinnen haben ihr Können gezeigt.

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17.12.2012, 12:00 Uhr

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